„Wenngleich die Konsumlaune in Deutschland langsam wieder steigt und der Preisfokus etwas in den Hintergrund rückt, erfreuen sich Prospekte zur Angebotskommunikation weiterhin großer Beliebtheit“, heißt es in einer neuen Studie von IFH Media Analytics. Im sogenannten Prospektmonitor wird dabei deutlich, dass gedruckte Prospekte aus Wochenzeitungen und Anzeigenblättern trotz des digitalen Wandels das beliebteste Medium bleiben. 65% der Befragten gaben hier eine wöchentliche Nutzung an. Die Kanäle Anbieter Apps und digitale Prospekte konnten ein Wachstum von 35% auf 58% bzw. eine Nutzung von 41% verzeichnen. Insgesamt gewinnen digitale Medien dadurch zunehmend an Relevanz, auch wenn vorerst der Großteil der Befragten zum Printprospekt tendiert.
Laut der Befragung eignen sich Online-Prospekte besonders gut für eine gezielte Suche, während Printmedien für Konsumenten oft zur Information und Zeitvertreib genutzt werden und dabei als Inspirationsquelle dienen. Die Nutzung der medienübergreifenden QR-Codes lässt dabei noch etwas zu wünschen übrig: „Die bisherige Nutzung von QR-Codes und die Integration unterschiedlicher Medientypen sind noch nicht in dem Maße bei den Konsumentinnen und Konsumentenangekommen, wie erhofft“, sagt IFH Media Analytics-Geschäftsführer Andreas Riekötter. „Das liegt mitunter daran, dass der derzeitige Einsatz von QR-Codes oft nicht den Wünschen der Konsumentinnen und Konsumenten entspricht. Händler können QR-Codes sinnvoller nutzen, beispielsweise um zusätzliche Informationen bereitzustellen, personalisierte Angebote zu ermöglichen und den Einkaufsprozess effizienter zu gestalten.“
Auch andere Effekte auf Konsumentinnen und Konsumenten beobachtete IFH Media Analytics. So würden Prospekte etwa 88% der Befragten dabei helfen, die verfügbare Zeit effizient zu nutzen und den Alltag zu strukturieren (86%). Die Planung der Einkäufe gebe 85% sogar ein Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben. Auch in Bezug auf das Thema Preissteigerung vermitteln Prospekte bei 48% der Befragten ein Gefühl von Sicherheit.
So werben Unternehmen
Immer mehr Händler messen der Angebotskommunikation eine höhere Relevanz bei. Das spiegelt sich auch in einer positiven Budget-Tendenz: 39% der Befragten Händlerinnen und Händler geben an, dass sie ihr Budget für diesen Bereich erhöht haben. Seit 2022 werde zwar mehr in digitale Werbemittel investiert, rund die Hälfte der Befragten setzt allerdings weiterhin auf einen ausgewogenen Mix zwischen Digital- und Printwerbung. Spitzenreiter unter den digitalen Medien ist Social Media; über diesen Kanal werben laut des Prospektmonitors rund 78% der befragten Unternehmen.