Wie verändert sich die Distributionsstruktur im Schuhhandel?
Der Onlinehandel wird weiter wachsen. Im vergangenen Jahr wuchs der Bereich E-Commerce um 9,9%, während die Umsatzentwicklung im stationären Fachhandel seit Jahren stagniert. Wir gehen davon aus, dass der Marktanteil des Onlinehandels von aktuell knapp 17% auf 22% im Jahr 2020 ansteigen wird. Das entspricht einem zusätzlichen Umsatzvolumen von rund 600 Mio. Euro.
Welche Konsequenzen hat das für den stationären Schuhhandel?
Das Wachstum des Onlinehandels geht zu Lasten des Schuhfachhandels. Im vergangenen Jahr lag der Marktanteil des Fachhandels noch bei 66% – ein Beleg für die nach wie vor herausragende Bedeutung innerhalb der Branche. Allerdings gehen wir davon aus, dass dieser Anteil bis 2020 auf 60,5% sinken wird. Vor allem die kleineren Unternehmen werden dabei die größten Schwierigkeiten haben.
Welche Rolle spielen die Vertikalen?
Die Bedeutung von Unternehmen wie H&M und Zara für die Schuhbranche ist nicht zu unterschätzen. Für viele Kunden ist der Einkauf bei den Vertikalen bequem, weil direkt der passende Schuh zum Outfit angeboten wird. Auch andere vertikale Konzepte dürften daher künftig ihr Schuhsortiment ausbauen.
…und die Textiliten?
Die Schuhumsätze im Modehandel haben sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Immer mehr Unternehmen stellen große Flächen für Schuhe bereit. Entsprechend rechnen wir damit, dass der Marktanteil des Bekleidungshandels am Schuhmarkt von 7,7% in 2015 auf 11% in 2020 steigen wird.
Weitere Informationen im neuen
’Branchenforkus Schuhe‘. Weitere Informationen: www.ifhshop.de