Die Ergebnisse zeigen, wie herausfordernd Digital Natives für den Handel in Zukunft sind: „Wir sehen in den Daten eine neue Generation, die über den Schutz persönlicher Daten und der Umwelt nachdenkt. Sie zeigt sich darin aber durchaus pragmatisch, pflegt keine Sozialromantik und steht neuen Technologien im Handel aufgeschlossen gegenüber“, fasst Martin Groß-Albenhausen, Organisator des BEVH (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.) den Roundtable ’Forschung und Lehre‘ zusammen. Durchgeführt wurde die Umfrage von der Universität Rostock auf Basis von 930 Probanden, die nach dem Jahr 1995 geboren wurden. Aus Sicht der Forschung seien Technologie, Datenschutz und Sicherheit, personalisierte Einkaufserfahrungen, schnelle Lieferungen im E-Commerce, Nachhaltigkeit sowie Umweltbewusstsein wichtig für die Zukunft.
Nach ihrem aktuellen Einkaufsverhalten gefragt, gaben vier von fünf der befragten jungen Menschen an, dass sie ihre Einkäufe regelmäßig über ein Smartphone oder Notebook/PC erledigen. Auch bevorzugen sie Online‐Marktplätze anstatt klassische Onlinehändler oder Markenhersteller. Der Einkaufsort ’Ladengeschäft‘ scheint für rund 75% der Befragten in Zukunft kaum noch relevant zu sein. Den überwiegenden Teil der Einkäufe wollen sie online tätigen und Geschäfte nur noch in dringenden Fällen betreten. Auch Spontankäufe in der Innenstadt kommen für 53% nicht mehr in Frage.
Sehr differenziert gehen die jungen Menschen auch bei der Nutzung von sozialen Medien vor: Die mit Abstand beliebtesten Plattformen sind YouTube und Instagram mit 94%, die für die meisten der wichtigste Kanal für Inspirationen sein. Tiktok landet in den drei Disziplinen mit kleinem Abstand auf dem dritten Platz. Facebook, Pinterest und Twitch sind hingegen abgeschlagen. Nachhaltiger Konsum sei eine Selbstverständlichkeit für die meisten jungen Menschen, würde sich aber nicht im tatsächlichen Verhalten widerspiegeln, so ein weiterer Aspekt der Studie.