Den Auftakt bildete am Morgen des 12. November der Vortrag von Dr. Monika Richter, PFI Germany. “Wir müssen die Füße bekleiden, so, wie sie sind”, so das Credo der Expertin. Dies aber sei eine erhebliche Herausforderung für Industrie und Handel, denn das Spektrum der Fußweiten sei enorm. Gerade Schlankweiten sind deutlich unterrepräsentiert. Dies ergab auch der Fußreport, eine umfangreiche Studie, die 2009 durchgeführt worden war.
Zudem gebe es zwar sowohl bei Damen als auch bei Herren eine gewisse Konzentration auf bestimmte Mittelwerte beim Ballenmaß (dieses stellt die Fußbreite dar), jedoch sei auch eine starke Streuung feststellbar. „Es sind 18 Weiten nötig, um 100% der Füße zu versorgen“, so Dr. Richter. Die Expertin empfiehlt, neben der Fußlänge und der Weite auch die Fersenweite als Maßeinheit hinzuzuziehen. „Zwei Maße, das kann nicht alles sein“, so Richter.
Handel, Industrie, Technik und Wissenschaft müssen nach Überzeugung der Forscherin eng zusammenarbeiten. Möglichkeiten sieht sie beispielsweise im dreidimensionalen Scannen von Füßen im Verkaufsgespräch. Dennoch aber müsse dann auch das optimale Schuhangebot für möglichst viele Kunden vorhanden sein.