Nach Ansicht des Tech-Magazins ’Computerwoche‘ ist die Einzelhandelsbranche heutzutage eine Omnichannel-Welt, in der Einzelhändler erfolgreich ihren Geschäfte nachgehen können, die ihre Daten intelligent zu nutzen wissen und ihre Geschäftsprozesse danach ausrichten.
Gerade der Schuhhandel sei ein Paradebeispiel dafür, ”sich ständig auf ändernde Wünsche der Verbraucher sowie die Menge, Vielfalt und Geschwindigkeit, in der strukturierte, unstrukturierte und semistrukturierte Daten anfallen,“ einzulassen. Denn schon immer war die Verwaltung großer Datenmengen entscheidend, insbesondere seit dem Einzug des E-Commerce. Die Distribution über mehrere Vertriebskanäle sei heute zwar kein Alleinstellungsmerkmal mehr, mache aber das Thema ’Datenverwaltung‘ aber noch komplexer. Der gezielte Verkauf über Online-Shops, Printkataloge und Filialen verlange nach einem Omnichannel-Konzept, das den Kunden eine integrierte und durchgängige Einkaufserfahrung bietet. Um dies zu ermöglichen, müssen große Mengen an Produkt- und Kundendaten effektiv verwaltet und analysiert werden.
Angesichts der Komplexität der Produktsortimente sei es für Unternehmen aus der Schuhbranche existenziell, „die richtige Balance zwischen Zweckmäßigkeit und Auswahl zu finden“. Doch diese Aufgabe sei zu komplex: Faktoren wie Funktionalität, Mode oder die Verfügbarkeit von Schuhen in speziellen Größen spielen mit hinein. Oft sei es für Schuhunternehmen schwierig, die richtige Auswahl an Schuhen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu haben. So verfügen Einzelhändler und Hersteller im Durchschnitt über ein Portfolio von 40.000 Modellen. Wenn man jedoch auch Aspekte wie Größe, Farbe, Herstellungsland und Saisonkollektionen berücksichtigt, steigt die Zahl der Artikel (Stock Keeping Units, SKUs) exponentiell an. Entsprechend kompliziert und anspruchsvoll wird das Datenmanagement.
Vor diesem Hintergrund unterstreicht die zunehmende Komplexität der Daten die Notwendigkeit, das Datenmanagement effizienter zu gestalten. Ein wichtiger Schritt bestehe darin, die Erfassung, Analyse und Verteilung der mit dem Produkt verknüpften strukturierten und unstrukturierten Daten an zentraler Stelle zu bündeln.
Das Fazit der Comuterwoche-Redaktion lautet: Unternehmen in der Schuhbranche mit einer unausgereiften Produktdatenverwaltung sind deutlich im Nachteil. Kürzere Markteinführungszeiten sind nicht nur wichtig, sie sind auch der entscheidende Faktor für langfristigen Geschäftserfolg.
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