Das neue Berufsbild „Technische(n) Kaufmann/ -frau für Schuhe und Schuhkomponenten“ soll eine Kombination von Kenntnissen über Schuhherstellung und -materialien mit kaufmännischem Wissen vermitteln. Es ist vorgesehen, dass die neue Ausbildung zwei Teile umfasst, nämlich einen produkt- und fertigungsspezifischen und einen kaufmännischen Ausbildungsabschnitt. In der dualen Ausbildung zwischen dem jeweiligen Ausbildungsunternehmen und dem ISC (International Shoe Competence Center Pirmasens) sollen die Lerninhalte der praktischen Schuhfertigung vermittelt werden.
Die praktische Ausbildung im kaufmännischen Bereich soll nach Ansicht des ISC jedes Unternehmen mit einer kaufmännischen Abteilung leisten können. Den schulischen Teil kann jede Berufsschule im Bundesgebiet übernehmen, sofern sie schuhtechnische (Schuhfertiger/-in, Fachkraft für Lederverarbeitung, Schuhmacher/- in, Orthopädieschuhmacher/-in) als auch kaufmännische Berufe (Büro-, Industrie-, Groß- oder Außenhandelskaufmann/-frau) unterrichtet. Der Unterricht kann in Blöcke gegliedert werden.
Die Schaffung eines neuen Berufsbildes unterliegt eines bestimmten Procedere: Zunächst wird das Konzept beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in Bonn eingereicht. Dort entscheidet ein Expertenausschuss, ob der Vorschlag unverändert oder mit Adaptionen angenommen und in der Folge dem Kultusministerium vorgelegt werden kann.
Das ISC Pirmasens geht davon aus, dass im günstigen Fall das Berufsbild „Technische(n) Kaufmann/ -frau für Schuhe und Schuhkomponenten“ Anfang 2016 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden und zum Schuljahr 2016/17 anlaufen könne.