Das Ergebnis zeigt je nach Marke eine Differenz, aus der sich für Unternehmen konkrete Handlungsanleitungen ableiten lassen. „Marken wie Gabor, Dove oder auch Edeka sehen sich mithin sehr hohen Kundenerwartungen an ihr zukünftiges Nachhaltigkeitsengagement gegenüber“, so Studien-Initiator Dr. Jens Cornelsen, defacto research & consulting GmbH. So sagen beispielsweise 54% der Konsumenten, dass Nachhaltigkeit in umfassender Weise Einzug in ein Unternehmen finden muss und nicht in einer separaten Produktlinie abgehandelt werden sollte. „Das setzt Markenverantwortliche zukünftig stark unter Druck“, so Dr. Jens Cornelsen.
Mit Blick auf die Zukunft (Zeithorizont 5 Jahre) bescheinigen die Herausgeber der Studie den Unternehmen aus dem Bereich ’Fast Moving Consumer Goods‘ das größte Entwicklungspotenzial aller zehn untersuchten Branchen (Automobil, Banken und Versicherungen, Energie, Fashion, Fast Moving Consumer Goods, Gastronomie und Hotellerie, Haushalts- und Elektronikgeräte, Lebensmitteleinzelhandel und Drogerie, Telekommunikation, Tourismus und Verkehr). 51% der ’FMCG‘-Kunden haben an ihre Marke hohe bis sehr hohe Erwartungen in puncto verantwortungsvollem Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser, Energie und Rohstoffe. Branchenübergreifend sind es noch 40%.
Verbraucher zeigen bei Fashion eine Mehrpreisbereitschaft von bis zu 8,3%
Zusätzlich zu den Ergebnissen der Erhebung für zehn Branchen und 100 Einzelmarken gibt die Nachhaltigkeitsstudie Hinweise auf die Auswirkungen nachhaltigen Handelns auf Aspekte, wie Markenloyalität, Innovationswahrnehmung, Qualitätsimage und Mehrpreisbereitschaft seitens der Kunden, sogenannte ’Lift- Effekte‘. So führt etwa ein höheres Engagement für Nachhaltigkeit bei 49% der ’FMCG‘-Kunden zu einer verbesserten Wahrnehmung der Produktqualität, bei 52% erhöht sich die Markenloyalität und 44% bekennen sich zu einem „besseren Gefühl“, wenn ihre Marke zukünftig stärker auf Nachhaltigkeit setzen würde. Last, but not least, belegt die Studie, dass ein nicht unerheblicher Teil der Konsumenten durchaus bereit ist, einen gewissen Mehrpreis (im Durchschnitt 6,7%) in Kauf zu nehmen. Im Fashion-Bereich beträgt diese Mehrpreisbereitschaft immerhin 8,3%.
Über die Studie
Online-repräsentative Erhebung im September 2014. Befragt wurden 2.886 Konsumenten in Deutschland mit der Zielsetzung, einen ’Sustainability Engagement Index‘ für 100 Einzelmarken sowie die Erwartungshaltung seitens der Konsumenten in puncto Nachhaltigkeit zu erheben.
Ausgewählte Ergebnisse der Studie ’Nachhaltigkeit 2015‘ können Sie unter www.defacto-research.de (’Studien‘) kostenlos herunterladen.