„Das Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll das große Investoreninteresse. Deutsche Retail-Objekte stehen bei vielen Anlegern weiterhin ganz oben auf der Einkaufsliste“, erklärt Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland.
Auch die im letzten Quartal 2013 weiter gesunkenen Spitzenrenditen für Geschäftshäuser in den großen deutschen Einkaufsstraßen spiegele die starke Nachfrage wider. Verantwortlich für diese Situation sei vor allem auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland sowie die für den Einzelhandel guten Rahmenbedingungen. Ein im langjährigen Vergleich hohes und im Aufwärtstrend befindliches Konsumklima, insgesamt positive Perspektiven des Arbeitsmarkts und vermutlich spürbar anziehende Reallöhne seien wichtige Einflussfaktoren, die den Handel 2014 weiter beflügeln dürften.
Beim Investmentumsatz nach unterschiedlichen Marktsegmenten lieferten sich Geschäftshäuser und Fach-/Supermärkte ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die erstgenannten mit einem Umsatzanteil von knapp 32% nur hauchdünn für sich entscheiden konnten. Der mit Abstand größte Anteil wurde in den großen deutschen Städten registriert. Unangefochten an der Spitze steht dabei München, wo u. a. der Verkauf der Hofstatt das Volumen auf rund 624 Mio. Euro ansteigen ließ. Mit rund 31% erzielten Fach- und Supermärkte aber nur einen unwesentlich geringeren Umsatzanteil. Im Gegensatz zu den Geschäftshäusern dominierten hier allerdings die Portfolioverkäufe, auf die deutlich mehr als die Hälfte des Resultats entfallen. Platz drei geht an die im letzten Jahr noch führenden Shopping Center mit knapp 22 %. Dieser Anteilrückgang ist allerdings nicht auf mangelndes Investoreninteresse zurückzuführen, sondern resultiert aus einem nicht ausreichenden Angebot.
„Vor dem Hintergrund der sich tendenziell noch verbessernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das große Interesse der Investoren auch im laufenden Jahr unvermindert anhalten. Gerade Einzelhandelsimmobilien sollten von einer steigenden Kaufkraft sowie einer stabilen Beschäftigungssituation besonders profitieren. Neben der prinzipiellen Nachfrage stellt aber auch das verfügbare Angebot an Investmentprodukten eine wesentliche Einflussgröße für die weitere Entwicklung dar. Da das großvolumige Angebot gerade im Core-Bereich weiterhin begrenzt ist, wird sich das Interesse der Investoren zunehmend auch auf Revitalisierungsobjekte in hochwertigen Lagen richten. Erste Beispiele hierfür konnten bereits 2012 beobachtet werden. Ob das Investitionsvolumen 2014 noch einmal gesteigert werden kann, bleibt abzuwarten“, prognostiziert Piotr Bienkowski.