Nicht nur der Modehandel hat ein unbefriedigendes Jahr 2015 hinter sich, auch die Umsätze der deutschen Modeindustrie stagnierten. Die Mode hat gegenüber anderen Konsumgütern an Bedeutung verloren, heißt es in einer aktuellen Reportage von n-tv.
11.01.2016
Helge Neumann
1 Minute
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„Viele Verbraucher sind heißer auf ein Handy oder auf eine Reise, als auf neue Kleidung“, erklärte Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes GermanFashion, im Rahmen der n-tv-Sendung „Deutsche Textilindustrie in der Krise“. Die Folge: Sinkende Börsenkurse zahlreicher deutscher Modeunternehmen.
Die Gründe für die Entwicklung sind laut Thomas Rasch jedoch vielschichtig. Zum Bedeutungsverlust der Mode gegenüber anderen Konsumgütern komme die Expansion der vertikalen Anbieter wie H&M, Zara und Primark hinzu. Diese haben, so heißt es in der Reportage, immer mehr der klassischen Textilkaufhäuser und Boutiquen aus den Innenstädten verdrängt – und damit den Markenherstellern wichtige Vertriebskanäle genommen. Die Situation sei dann durch den ungewöhnlichen Witterungsverlauf in der Herbst/Winter-Saison nochmals zugespitzt worden. „Der milde Winter war der Tsunami in der Modebranche“, so Thomas Rasch.