In dem Informationsschreiben, das schuhkurier vorliegt, heißt es, dass mit dem Verbleib von Mücke in der Verbundgruppe vor allem drei Ziele verfolgt werden:
+ die Entwicklung und der Test neuer Prozesse und Formate für den Einsatz bei den Mitgliedern der ANWR Group und
+ die Optimierung bestehender Prozesse und Strukturen innerhalb der Mücke Gruppe zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit sowie
+ die maßvolle Weiterentwicklung der Verkaufsflächen zum Erhalt des Unternehmenswertes.
Die ANWR betont in dem Informationsschreiben, dass die Mücke-Gruppe „für uns kein Selbstzweck“ sei, um eigenen Handel zu betreiben und zu den Mitgliedern in Wettbewerb zu treten. Vielmehr biete Mücke enormes Potenzial, um Handelsentwicklungen und -prozesse für die genossenschaftliche Gemeinschaft aufzubauen, zu testen und umzusetzen, beispielsweise die Bereitstellung von Daten und Bildern zur Erweiterung des Angebotsspektrums auf schuhe.de, die Analse von Daten zur Optimierung der Beratungsansätze der ANWR und der Test von RFID und virtueller Regalverlängerung. Auch die Umsetzung neuester Erkenntnisse für eine effiziente Logistik zur Vorbereitung der Abläufe im Rahmen des Projektes Retail Logistics wird aufgeführt.
„Mücke leistet wesentlichen wirtschaftlichen und finanziellen Beitrag“
Zudem, heißt es weiter, leiste die Mücke-Gruppe durch ihr Ergebnis im ANWR-Konzern „einen wesentlichen wirtschaftlichen und finanziellen Beitrag, mit dem die ANWR für die Mitglieder zukunftsweisende Projekte finanzieren kann.“
Ein Verkauf der Mücke-Gruppe berge Unwägbarkeiten und ggf. Risiken für die Genossenschaft und insbesondere für deren Mitglieder.
Die ANWR unterstreicht: „Ein Kauf könnte im Sinne der Genossenschaft nur als Ganzes und an den Höchstbietenden erfolgen. Bei einem Verkauf werden wir die weitere Entwicklung des Mücke-Konzepts nicht mehr unter Kontrolle haben. Ein Investor würde seine Interessen verfolgen, die wohl in der massiven Expansion von stationären Flächen auch in andere Regionen sowie einer aggressiven e-Commerce-Strategie Ausdruck finden würden.“
Der Vorstand empfehle, die Mücke-Gruppe „unter Berücksichtigung eines klar definierten Entwicklungsrahmens in der ANWR Group weiterzuführen, so dass der Erhalt des Unternehmenswertes und die Sicherstellung der Rentabilität dieser Beteiligung gelingen kann.“
Auf der Generalversammlung am 20. Juni sollen die Mitglieder darüber entscheiden.