Der Anteil der Modeausgaben in der EU an der Gesamtkaufkraft lag nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat durchschnittlich bei 4,9%. Besonders fiel gaben die Haushalte in Estland für Mode aus, hier lag der Anteil bei 6,8%. Es folgten Portugal (6,3%), Italien (6,2%), Österreich (6,1%), Litauen (5,9%) und Lettland (5,8%). Am anderen Ende der Skala wurde die niedrigsten Ausgaben-Anteile in Bulgarien (3,2%), Rumänien (3,4%), Tschechien und Ungarn (je 3,6%) verzeichnet. Deutschland liegt mit unterdurchschnittlichen 4,5% im Mittelfeld.
Modeausgaben in der EU seit 2006 rückläufig
Zwischen 2006 und 2016 sind die Ausgaben-Anteile für Schuhe und Bekleidung in der EU gesunken. 2006 gaben die EU-Bürger noch 5,3% ihres Gesamtbudgets für modische Produkte aus. Besonders deutlich fiel der Rückgang in dieser Zeitspanne in Litauen aus (1,9 Prozentpunkte), gefolgt von Griechenland (1,3 Prozentpunkte) und Spanien (1,1 Prozentpunkte). Auch in Deutschland wurde ein Minus in Höhe von 0,6 Prozentpunkten verzeichnet. Dagegen legte die Ausgabenbereitschaft in sieben Mitgliedsstaaten der EU in den vergangenen zehn Jahren zu. Am stärksten war der Anstieg in Polen (0,6 Prozentpunkte), Lettland und Großbritannien (je 0,5 Prozentpunkte).