Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,5% auf etwa 117 000 Personen. Besonders erfolgreich waren Textilien und technische Textilien, deren Umsatz um 3,4% stieg. Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, erklärte: „Innovative Produkte und forschungsnahe textile Anwendungen aus Deutschland sind in aller Welt gefragt. Seit Jahren sind deutsche Unternehmen Weltmarktführer mit technischen Textilien. Diese Position haben die deutschen Textilunternehmen 2015 ausgebaut.“
Während das Textilsegment stark gewachsen ist, blieb der Umsatz der deutschen Bekleidungsindustrie mit -0,3% praktisch auf Vorjahresniveau. Erfreulich ist laut dem Verband, dass das eingebrochene Russlandgeschäft der gesamten Branche insgesamt weitestgehend durch Umsatzwachstum in anderen Regionen ausgeglichen werden konnte. Eine große Schwierigkeit liege für die deutsche Textil- und Modeindustrie in den weiter gestiegenen Strompreisen. „95% der Unternehmen zahlen die volle EEG-Umlage in Höhe von 6,35 Cent je Kilowattstunde. Damit ist der Strom in Deutschland teurer als in fast jedem anderen Land der Erde. Hieraus ergeben sich für deutsche Industrieunternehmen erhebliche Nachteile im Wettbewerb mit Unternehmen in anderen Staaten, die dort mit billigerem Strom günstiger produzieren können. Wir brauchen deswegen einen Systemwechsel für die Finanzierung der Energiewende“, erklärte Ingeborg Neumann.