Alles nur Fassade? Von wegen! Die Fassade des Mitteldeutschen Modecenters spielte eine der Hauptrollen auf der Party zum Zwanzigjährigen und erzählte per Lichtshow eine ganz echte Geschichte: Die begann mit Vogelgezwitscher auf der grünen Wiese bei Schkeuditz, zeigte Baugeschehen, Einweihungsfeierlichkeiten, Ordergeschehen, Shows – und endete mit der „Danke für 20 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit“ sowie einem langen Abspann, in dem alle mitwirkenden Firmen genannt waren.
Rund 600 Gäste waren zur Geburtstagsfeier gekommen, zu der im Rahmen der Mitteldeutschen Mode Messe eingeladen war. Eingangs stellt Tanja Gille, frischgebackene Center-Managerin, Markus Montag vor, mit dem sie das MMC künftig gemeinsam leiten wird. Die Arbeitsteilung dieser Doppelspitze ist klar: Während Tanja Gille sich auf Marketing und Vertrieb konzentrieren wird, widmet sich Markus Montag vorrangig dem kaufmännischen Bereich.
Rückblickend auf die vergangenen 20 Jahre, von denen sie bereits zehn mit an Bord ist, meint Tanja Gille: „Der schuhkurier verfolgt es ja schon lange: Wir mussten selbst in unsicheren Zeiten wenig Schwankungen hinnehmen. Wir sind eine Arbeitsmesse mit sehr stabilen Zahlen und treuen Partnern. Allerdings müssen wir, verglichen mit ähnlichen Unternehmen in bevölkerungs- und vor allem umsatzstärkeren Regionen, immer ein paar Ruderschläge mehr machen, um ein Ziel zu erreichen.“
Am Rande des Geschehens berichtete Jana Scholz, Abteilungsleiterin Modemessen, dem schuhkurier über die Zukunftspläne des MMC. „Was allen Besuchern jetzt schon aufgefallen sein wird, ist unser ins Auge gefasster Standbau-Relaunch. Wir testen das neue Outfit während aller Veranstaltungen 2014, also auch während der Schuhmessen, an fünf Messeständen und warten auf die Meinung der Aussteller und Händler. Ab 2015 stellen wir dann komplett um.“ Ein weiteres Vorhaben ist die noch individuellere Ansprache potentieller Fachbesucher. „Während von den 7.500 Textilern der Region, die wir einladen, ein Drittel zu den Messen kommt, sind die Schuhhändler etwas zurückhaltender. Von 3.300 Angeschriebenen kommen knapp 850. Daraus schließen wir, dass beispielsweise jene, die noch nie unser Haus besucht haben, andere Informationen brauchen als Stammkunden.“
Die Modebranche beweis jedenfalls wieder mal ihr Durchhaltevermögen und feierte ein Uhr in die laue Sommernacht.