Wie unter anderem n-tv unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verhandeln aktuell die Kaufhof-Mutter HBC und Signa, Eigentümerin von Karstadt. Dabei soll es um die Übernahme von 51% des operativen Geschäfts von Kaufhof durch Karstadt gehen. Auch Immobilien seien Gegenstand der Gespräche. Laut Insiderinformationen befinden sich die Verhandlungen in einem frühen Stadium. Karstadt könne die Mehrheit an Kaufhof übernehmen, während HBC sein Europa-Geschäft behalte.
Kaufhof kämpft gegen sinkende Umsätze
HBC hatte Kaufhof im Oktober 2015 vom Metro-Konzern übernommen. Trotz einer angekündigten Investitionsoffensive in Höhe von 1 Mrd. Euro kämpft das Unternehmen jedoch weiterhin gegen sinkende Frequenzen und Erlöse und hohe Verluste. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei 100 Mio. Euro. Kaufhof-Chef Roland Neuwald sprach gegenüber der FAZ von einer „finanziell angespannten Lage“ seines Unternehmens.
Karstadt im Plus
Dagegen schaffte Karstadt im Geschäftsjahr 2016/17 den Sprung in die schwarzen Zahlen. Nach Angaben des Essener Warenhauskonzern lag das Plus im einstelligen Millionenbereich. Erstmals seit 30 Jahren plant Karstadt zudem die Eröffnung neuer Filialen, unter anderem in Berlin. In der Vergangenheit hatte sich der Immobilienmilliardärs Rene Benko mit seinem Unternehmen Signa wiederholt um eine Übernahme von Kaufhof bemüht. Zuletzt hatte er Anfang des Jahres 3 Mrd. Euro geboten – HBC lehnte die Offerte jedoch ab.