„Die Situation speziell im Schuheinzelhandel ist nicht leicht“, so Bernd Hillen. Zugleich leide Marc Shoes unter einem gewissen Vertrauensverlust und habe ohne Zweifel an einigen Themen zu arbeiten. „Wir wollen mit dem Schuheinzelhandel zusammenarbeiten“, stellt Hillen klar. Allerdings gebe es auch spannende Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Textileinzelhandel sowie im Onlinehandel. Hier sowie auch in Outlets wie dem jüngst eröffneten Geschäft in Bad Münstereifel stelle man fest, dass die neue Kollektion sehr wohl auf positives Echo stoße. „Wenn die Ware dem Verbraucher gezeigt wird, dann besteht sie. Das macht uns Mut und das wollen wir ausbauen“, so Hillen. Ganz klar gebe es von Inhaberseite, der Bauerfeind-Gruppe, das Signal, am Markenportfolio inklusive Marc Shoes festzuhalten.
Bauerfeind-Gruppe will an Markenportfolio festhalten
Arbeiten müsse man weiter an Themen wie Qualität, Passform und Funktionalität, ist der Geschäftsführer überzeugt. Hier habe man mit der H/W-Kollektion bereits erste Schritte vollzogen; weitere müssten folgen – zumal der Handel auch seine Wünsche klar zum Ausdruck gebracht habe. Mit weiteren Optimierungen wolle man wieder an Punkten anknüpfen, die Marc Shoes einst stark gemacht haben. Festhalten wolle man an der inzwischen ausschließlich in Europa beheimateten Produktion.
Umzug nach Zeulenroda im Juni
Der Umzug von Hessisch-Oldendorf nach Zeulenroda soll aller Voraussicht nach im Juni vollzogen sein. Die Kollektionsentwicklung soll allerdings am bisherigen Standort bleiben, so Hillen. Alle arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen, die im geplanten Umzug begründet waren, seien inzwischen bis auf einen Fall beigelegt. Gleichwohl bedinge die Situation vor dem Standortwechsel hier und da gewisse Verzögerungen in der Abwicklung. Auch daran wolle man mit Hochdruck arbeiten, so der Geschäftsführer.
Marc Shoes betreibt derzeit zehn Retail-Flächen, wobei hierunter Outlets (Radolfzell, Wertheim, Roermond), Monomarkenstores (Düsseldorf, Berlin, Weiterstadt) sowie auch Mehrmarkenstores an verschiedenen Standorten zusammengefasst sind. Nicht an allen Standorten sei man glücklich, müsse aber die teilweise sehr langfristig abgeschlossenen und kostenintensiven Mietverträge zunächst einhalten, erklärt Hillen.