Von den ehemals 35 Beschäftigten in Hessisch-Oldendorf stehe nur noch in zwei Fällen eine einvernehmliche Lösung aus, so Bernd Hillen. „Es war uns sehr wichtig, für alle Mitarbeiter eine faire Regelung zu finden“, erklärte der Marc Shoes-Geschäftsführer gegenüber schuhkurier. Der Standort in Hessisch-Oldendorf werde künftig weiter zur Steuerung der Retail-Aktivitäten von Marc Shoes genutzt. Auch das Outlet soll bestehen bleiben. Für die Immobilie werde noch nach einer Lösung gesucht, sowohl ein Verkauf als auch eine Vermietung seien denkbar. Der angekündigte Umzug nach Zeulenroda soll im Laufe des ersten Halbjahres 2016 erfolgen, derzeit würden hier die entsprechenden Büroräume entstehen und ein Team aufgebaut. Die Auslieferung der H/W-Kollektion 2016/17 soll dann bereits aus Zeulenroda erfolgen.
Auch die Neuausrichtung der Marc-Kollektion kommt laut den Verantwortlichen voran. Lieferverzögerungen, Passform- und Qualitätsprobleme hätten zu einer mäßigen Performance im Handel geführt. „In der vergangenen Saison haben wir die Quittung vom Handel bekommen“, so Vertriebsleiter Horst Schlepper. Aber: „Wir haben nicht nur zu-, sondern auch hingehört!“ So seien 95% der Leisten für die neue Herbst/Winter-Kollektion in Deutschland entwickelt worden. „Hier haben wir in den Jahren seit 2011 viel Know-how verloren“, sagte Bernd Hillen. Man habe sich nun aber wieder an den Standards früherer Jahre orientiert. Zudem wurde die Produktion nach Portugal verlagert. Auch diese Maßnahme soll die Flexibilität und die Qualität der Schuhe verbessern. Serienmäßig werde die Schuhe künftig mit einer herausnehmbaren Einlegesohle ausgestattet. Eventuelle Preissteigerungen würde jedoch allenfalls „moderat“ ausfallen, so Bernd Hillen.