Das IFH Köln und die BBE Handelsberatung analysierten die Umsatzentwicklung von 54 Konsumgütermärkten auf Basis von Hochrechnungen. Insbesondere im Vergleich zu 2014 fällt die Umsatzentwicklung positiv aus. So können 44 Konsumgütermärkte zumindest ein leichtes Plus verzeichnen.
Das Ranking zeigt, dass der private Konsum boomt: Alle B2C-Märkte legten im Schnitt um fast 1,8 Prozent zu. Der gesamte Privatkonsum stieg 2015 sogar um 2,5 Prozent. Lederwaren verbuchten ein Umsatzplus von 8,9 Prozent. Im Vertrieb zeige sich ein Zweiteilung, führt Senior Consultant Hansjürgen Heinick auf Nachfrage von LR aus: „Im Lederwarenfachhandel aber auch online entwickelte sich Reisegepäck stark. Damentaschen liefen online ebenso gut, aber vor allem auch im Bekleidungs- und Fashionfachhandel.“ Vergleichsweise schwach zeigen sich Schuhe mit einem knappen Plus von 0,9 Prozent. Schlusslicht des Märkte-Rankings sind Personalcomputer/Software, die im Vergleich zu 2014 11,4 Prozent verlieren. Als Kennzahl für die Analyse wird die so genannte Inlandsverfügbarkeit zu Hersteller- bzw. Importpreisen herangezogen. Dafür werden Produktions- und Importvolumen addiert und das Exportvolumen subtrahiert.
“Die zum Teil guten Werte 2015 dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass sich diese positiven Entwicklungen sehr unterschiedlich verteilen. Der Hyperwettbewerb wird sich verschärfen: Online vs. Offline, Oberzentrum vs. Unterzentrum, Kleinbetriebe vs. Großbetriebe sowie Handel vs. Hersteller vs. Vertikale. Der Druck wird weiter zunehmen. Eine gute konjunkturelle Entwicklung in einigen Branchen ist kein Grund die wichtigen, anstehenden Fragen nicht zu stellen”, stellt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung, fest.