Wie aus dem Geschäftsbericht, der im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht wurde, hervorgeht, betrug der Bilanzverlust 10,16 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen von 304,08 auf 338,94 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis kletterte von 425.000 auf 4,38 Mio. Euro. Das Finanzergebnis war im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 6 Mio. Euro jedoch negativ – nach einem Plus von 315.000 Euro Vorjahr 2012. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich 2013 auf -1,62 Mio. Euro – nach einem Plus von 740.000 Euro im Vergleichsjahr 2012. Die Verbindlichkeiten bei Banken sind von 71,6 Mio. Euro auf 82,78 Mio. Euro gestiegen.
„Im Jänner 2014 wurde von einem großen österreichischen Kreditinstitut ohne Vorankündigung eine Kreditlinie in Höhe von 18 Millionen Euro per Ende April aufgekündigt“, heißt es im Anhang der Bilanz 2013. „Der Vorstand hat daraufhin unverzüglich eine Bankenrunde einberufen. In dieser Bankenrunde wurde ein Standstill hinsichtlich der bestehenden Rahmen der Leder & Schuh AG sowie ein Überbrückungskredit bis zum 30. Juni 2014 vereinbart. Damit standen die bis dahin bestehenden Rahmen weiter uneingeschränkt zur Verfügung.“ Am 30. April 2014 konnte, heißt es weiter, eine positive Fortbestehensprognose der Leder & Schuh AG/Leder & Schuh-Gruppe präsentiert werden, die unter Beiziehung externer Berater erstellt wurde. Sie diente als Basis für weiterführende Gespräche mit den Banken für eine längerfristige Finanzierung.
Wesentliches Element des Restrukturierungskonzepts ist, dass die Banken der Leder & Schuh-Gruppe ausreichende Kredite zur Verfügung stellen, um den Liquiditätsbedarf zu decken, der sich im Prognosezeitraum des Restrukturierungskonzepts ergibt. Die Banken haben sich bereit erklärt, so wird in der Bilanz erklärt, auf der Grundlage des Restrukturierungskonzepts eine über den 30. Juni 2014 hinausgehende Vereinbarung abzuschließen, die bestehenden Rahmen zu angepassten Bedingungen zu verlängern und der Leder & Schuh AG den Überbrückungskredit längerfristig als Betriebsmittelkredit zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin seien im Zuge der Neuverhandlung der Finanzierung das Betriebsgelände und die im Eigentum stehenden Wohnungen mit einem Höchstbetrag von 15 Millionen Euro verpfändet worden; ebenso alle Geschäftsanteile an den österreichischen Tochtergesellschaften, die Markenrechte sowie der Lagerbestand des Zentrallagers in Pohorelice (Tschechische Republik) dienen zur Sicherstellung der neu verhandelten Kredite. Die Bildersammlung der Leder & Schuh AG wurde in die Shoe4 You Handels GmbH eingebracht und verpfändet.
“Sollten wesentliche Bedingungen nicht eingehalten werden, haben die Banken ein außerordentliches Kündigungsrecht, die Kredite vorzeitig fällig zu stellen”, heißt es im Bilanzlagebericht. “Die Fortbestehensprognose zeigt, dass unter Bedingungen ein positiver Fortbestand des Unternehmens wahrscheinlich ist.” Außerdem gehe der Vorstand davon aus, dass diese Bedingungen eingehalten werden können. Zur Kontrolle der Einhaltung der Planungsprämissen werden periodische Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt. Bei negativen Abweichungen sind zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen sowie die weitere Gültigkeit der vorliegenden Fortbestehensprognose zu prüfen.