Für Lanxess ist es wichtig, Markenherstellern und weiteren Industriebereichen ein tieferes Verständnis für die Entstehung dieses wertigen Materials und insbesondere die Unterschiede zu Textilien aus Natur- oder Kunstfasern zu vermitteln. An der Konferenz, die vom 12. bis 13. Januar 2017 in der Kölner Hauptverwaltung des Unternehmens stattfand, nahmen rund85 Vertreter von führenden Markenherstellern aus der Bekleidungsindustrie teil. Die Veranstaltung knüpfte an ein Symposium an, das vor einem Jahr zusammen mit CADS, einer Kooperation des Deutschen Schuhinstituts, durchgeführt wurde. Damals wurden intensiv Themen rund um die Lederherstellung diskutiert und ein Überblick über die ZDHC-Initiative (Zero Discharge of Hazardous Chemicals, Eliminierung/Nichteinleitung gefährlicher Chemikalien ins Abwasser) gegeben. „Leder ist ein ganz besonderes Material, da es zur Wertsteigerung beiträgt. Artikel aus Leder lassen sich teurer verkaufen“, sagte Luis López-Remón, Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Leather, zu Beginn des Seminars. „Autos sind hier das beste Beispiel. Gemeinhin bekannt ist, dass ein Automobilhersteller beim Verkauf seiner Fahrzeuge eine verhältnismäßig geringe Marge erzielt. Erst wenn der Kunde Extras wie zum Beispiel Ledersitze bestellt, wird mehr Geld verdient.“
„Das Kernthema des Seminars ist der Gerbprozess – mit dem Ziel, die verschiedenen Technologien zu erklären und eine wissenschaftliche Risikobewertung beim Vergleich der zahlreichen Alternativen vorzunehmen“, sagte Dietrich Tegtmeyer, Leiter Global Development Crusting and Leather Industry Relations des Lanxess-Geschäftsbereichs Leather. „Weiterhin haben wir ein kurzes Update zu den Konservierungsthemen und Initiativen von Nichtregierungsorganisationen gegeben, denn hier sind in der Zwischenzeit viele interessante Dinge geschehen.“ Bei den Themen wurde unter anderem die Frage behandelt, warum die Mehrzahl der Gerber weltweit chrombasierte Gerbmethoden anwenden. Weiterhin ging es in Präsentationen und Diskussionen um das Image von Leder bei Markenherstellern und Verbrauchern. Die Teilnehmer waren übereinstimmend der Meinung, dass die ganze Lederindustrie verstärkt daran arbeiten müsse, Marken, Kunden und die breite Öffentlichkeit über die Qualitäten und Vorteile von Leder zu informieren.