Mit der Eröffnung des neuen Werks stärkt Lanxess seine Stellung als – nach eigenen Angaben – führender Anbieter von nachhaltigen Lederchemikalien auf dem chinesischen Markt. Das Unternehmen hat 30 Mio. Euro in die Anlage investiert und schafft damit 150 neue Arbeitsplätze. In dem Werk wird Lanxess für den chinesischen Markt seine gesamte Produktpalette von Premium-Lederchemikalien produzieren. Als weltgrößter Hersteller von Lederprodukten und einer der größten Abnehmer ist China der größte Markt für Lederchemikalien. Besonders der Markt für Automobilleder soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Lanxess gehört auch in diesem Bereich zu den weltweit führenden Anbietern.
„Mit dem neuen Werk können wir schnell und effektiv auf die konstante Nachfrage der Industrie nach innovativen und hochentwickelten Chemikalien reagieren, die für die Verarbeitung und Veredelung von wertigen Lederprodukten unerlässlich sind“, sagte Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG. „Die Investition unterstreicht unsere erfolgreiche Strategie, den Fokus auf die Wachstumsmärkte zu legen.“
Neue Nachhaltigkeitsstandards
Lanxess setzt in der Anlage auf moderne Technologien für innovative Lösungen im Bereich der nachhaltigen Lederchemikalien. In Changzhou werden zukünftig unter anderem die Premium-Produkte Tanigan, Isoderm, Euderm und Levotan produziert, die für das Gerben, das Färben und die Veredelung von Leder eingesetzt werden. Lederchemikalien werden unter anderem verwendet, um die Geschmeidigkeit und die Wasserbeständigkeit des Materials zu verbessern. Zudem tragen sie dazu bei, geringfügige Mängel auszugleichen und die Verschmutzung zu reduzieren.
Die Anlage in Changzhou ist nach höchsten Umweltstandards gebaut. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum werden zum Beispiel Solarenergie und Erdwärme genutzt. Wärmeschutzfenster und Regenwasseraufbereitung tragen zu einem niedrigen Energieverbrauch bei. Der Gebäudekomplex hat bereits den ’National Green Building Award‘ in Silber gewonnen. „Wir setzen neue Nachhaltigkeitsstandards, nicht nur in Bezug auf eine effizientere Produktion, sondern auch im Hinblick auf Reststoffverwertung und reduzierte Emissionen. Die neue Anlage stellt ein Beispiel für die zunehmend umweltverträglicheren Produktionsprozesse dar, die heute in China immer wichtiger werden. Das Werk ist zudem ein Beleg für die Nachhaltigkeitsstrategie, die Lanxess hier in China und rund um den Globus verfolgt“, sagte Markus Eckert, Leiter der Lanxess Business Unit Leather (LEA).
Die Business Unit Leather gehört zum Segment Performance Chemicals und beschäftigt etwa 1.750 Mitarbeiter weltweit. Standorte sind Leverkusen, Filago (Italien), Rustenburg, Newcastle und Merebank (alle Südafrika), Zárate (Argentinien) und Wuxi (China).
Maßgebliche Investitionsprojekte in Changzhou
Am Standort Changzhou baut Lanxess neben dem Werk für Lederchemikalien zurzeit eine Anlage für EPDM-Kautschuk. Diese stellt mit einem Volumen von 235 Mio. Euro die bisher größte Investition des Unternehmens in
China dar. Der Bau verläuft laut Lanxess nach Plan. Um die weitere Entwicklung von innovativen Produkten und Anwendungen zu fördern, stellt Lanxess im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Changzhou National Hi-Tech District weitere 35 Mio. Euro für den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie der Einrichtungen für die Lagerung und den Transport von chemischen Produkten zur Verfügung. „Mit den Investitionen unterstreichen wir die Bedeutung des Standorts Changzhou. Dieser wird ein wichtiges Produktionszentrum für Lanxess, um unsere Kunden im lokalen Markt mit maßgeschneiderten Produkten zu beliefern“, sagte Chien Ming Cheng, CEO von Lanxess Greater China.
China ist ein Eckpfeiler der globalen Wachstumsstrategie von Lanxess. Das Unternehmen erwirtschaftete 2012 in Greater China (China, Hongkong, Taiwan, Macao) einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro. Dort sind alle 14 Business Units an elf Standorten mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern vertreten.