Laut den Forschern von The Smart Cube (London) bewegt sich Deutschland im Mittelfeld der 24 untersuchten Länder. Weltweit verliert der Handel 1,23% seines Umsatzes, in Europa sind es 1,05%. Neben administrativen Fehlern (19%) gilt Diebstahl hierzulande als Hauptursache für Warenschwund: 65% der Verluste gehen auf das Konto von Ladendieben, darunter auch professionelle Banden. Für 11% sind unehrliche Mitarbeiter verantwortlich, gefolgt von Lieferanten/Herstellern (5%).
Begehrt sind kleine und teure Markenartikel, die sich gut weiterverkaufen lassen. Modeaccessoires, Schuhe, Elektrowerkzeuge, Batterien, Smartphones und entsprechendes Zubehör, Wein, Spirituosen, Käse sowie Rasierklingen und Kosmetikartikel führen die Diebstahlstatistiken an. „Ladendiebstahl schadet nicht nur den Margen des Handels, sondern auch der Warenverfügbarkeit in den Geschäften. Dass Verbraucher dort die gewünschten Produkte auch vorfinden, ggf. ausprobieren und direkt mit nach Hause nehmen können, ist für den stationären Einzelhandel immens wichtig, um seine Vorteile gegenüber dem Online-Handel auszuspielen“, erklärt Warenschwundexperte Hans-Jürgen Nausch von Checkpoint Systems.
Während Ladendiebe auf immer raffiniertere Methoden setzen, hält der Einzelhandel mit vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen dagegen. Rund 1,31% ihres Umsatzes gaben Einzelhändler in Deutschland für Sicherheitstechnik aus. Neben der elektronischen Artikelsicherung sowie Alarm- und Videoüberwachung, die rund zwei Drittel der Händler einsetzten, investierten sie auch vermehrt in die Weiterbildung und Sensibilisierung ihrer Mitarbeiter.