Für Dezember prognostiziert der Gesamtindikator 8,7 Punkte nach 8,5 Punkten im November. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung legen zum zweiten Mal in Folge zu, während die Konjunkturerwartung geringe Verluste verzeichnet. „Die anhaltend angespannte geopolitische Lage in Verbindung mit der konjunkturellen Abkühlung im Euroraum verunsichert die deutschen Verbraucher zunehmend. Dies zeigt sich an den rückläufigen Konjunkturaussichten. Sowohl auf die Einkommensaussichten als auch auf die Konsumneigung der Verbraucher wirken sich diese Entwicklungen bislang jedoch nicht aus. Beide können zum zweiten Mal in Folge ihr sehr hohes Niveau noch einmal steigern“, schreiben die Experten. Die Konjunkturaussichten der Deutschen haben sich nicht weiter stabilisiert, wie dies noch im vergangenen Monat zu hoffen war. Die Konjunkturerwartung verliert 2,7 Zähler und liegt nun bei 1,6 Punkten. Damit hält sich der Indikator noch knapp über seinem langjährigen Durchschnittswert von null Punkten. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Juni 2013 mit 1,1 Punkten gemessen.
Im Hinblick auf ihre eigenen Einkommensaussichten zeigen sich die Verbraucher im November unbeeindruckt von der schwächelnden Konjunktur. Die Einkommenserwartung legt zum zweiten Mal in Folge leicht zu und klettert auf 48,5 Punkte. Das entspricht einem Plus von 1,6 Zählern im Vergleich zum Vormonat. Im November hat sich die Anschaffungsneigung nahezu im Gleichschritt mit der Einkommenserwartung entwickelt. Sie erreicht mit einem Plus von 1,9 Punkten einen Wert von 47,5 Zählern. Damit festigt auch dieser Indikator seine gute Position.
Die Gründe für die gute Konsumlaune sind die gleichen wie auch in den vergangenen Monaten. Eine stabile Arbeitsmarktlage fördert die Planungssicherheit für größere Anschaffungen. Die Furcht, den Job zu verlieren, ist gering. Aktuell kommt ein weiterer Faktor hinzu: Der schon längere Zeit rückläufige Rohölpreis wirkt sich mehr und mehr auch auf die Energiepreise aus. Benzin ist beispielsweise gerade so günstig wie seit vier Jahren nicht mehr. Und auch der Heizölpreis befindet sich auf Talfahrt. Durch diese Entlastung der Budgets bleibt den privaten Haushalten mehr von ihrem Einkommen für andere Verwendungszwecke. Dies dürfte die Konsumstimmung derzeit ebenfalls stimulieren.