Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für den ersten Monat des kommenden Jahres 9,9 Punkte nach 9,8 Zählern im Dezember. Die Konsumenten gehen zum Jahresende laut GfK davon aus, dass die Wirtschaft auch in den kommenden Monaten moderat wachsen wird. Der für viele überraschende Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen scheint sich bisher nicht auf die Stimmung der Verbraucher auszuwirken.
Einkommenserwartung legt deutlich zu
Nachdem sie drei Monate in Folge gefallen ist, stabilisiert sich zudem die Einkommenserwartung im Dezember auf eindrucksvolle Art und Weise. Der Indikator gewinnt 11,1 Zähler hinzu und klettert damit auf 55,6 Punkte. Seinen entsprechenden Vorjahreswert übertrifft er um knapp 5 Zähler. Damit ist der leichte Abwärtstrend, der sich in den vergangenen drei Monaten abgezeichnet hat, gestoppt. Diesen Optimismus können im Moment auch die wieder anziehenden Verbraucherpreise nicht beeinträchtigen. Die erdölproduzierenden Länder haben für Anfang 2017 angekündigt, die Rohölförderung zu drosseln. Dadurch werden die Energiepreise hierzulande wieder steigen und zu einer höheren Inflation führen, die die reale Kaufkraft der Haushalte schmälert. Allerdings gehen die Verbraucher auch weiterhin davon aus, dass die Lohn- und Gehaltssteigerungen deutlich über der Inflationsrate liegen werden und sie somit auch weiterhin real mehr im Geldbeutel haben werden.
Anschaffungsneigung verliert leicht
Zum Jahresende profitiert die Anschaffungsneigung nicht von verbesserten Konjunktur- und Einkommenserwartungen. Die Konsumneigung erleidet Einbußen in Höhe von 3,2 Zählern und sinkt damit auf 48,0 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Wert des Vorjahres steht ein kleines Minus von 1 Punkt zu Buche. Trotz des leichten Rückganges weist die Anschaffungsneigung ein überaus hohes Niveau auf. Die Konsumfreude ist nach wie vor ungebrochen. Vor dem Hintergrund stabiler Arbeitsmarktverhältnisse sowie niedriger Zinsen ist die hohe Konsumneigung nicht verwunderlich.