Für Oktober prognostiziert der Gesamtindikator 8,3 Punkte nach 8,6 Punkten im September. Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung gehen nahezu im Gleichschritt zurück. „Die anhaltend angespannte geopolitische Lage, die nun auch in den Augen der Konsumenten die Entwicklung in Deutschland zu beeinträchtigen droht, hat den Optimismus im September weiter schwinden lassen. Dabei gehen sowohl die Einkommens- und Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung etwa im gleichen Umfang zurück“, schreiben die GfK-Experten.
Auch die Unternehmen glauben nicht mehr an ein kräftiges Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist auf den niedrigsten Wert seit knapp eineinhalb Jahren gefallen. Auch die Anschaffungsneigung kann sich derzeit offenbar nicht vollständig den rückläufigen Konjunktur-und Einkommenserwartungen entziehen. Der Indikator verliert im September 6,8 Punkte und liegt nun bei 42,5 Zählern. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht aktuell ein kleines Minus zu Buche. Trotz des Rückgangs zeigen sich die Verbraucher noch immer in Konsumlaune. Die reale Einkommenssituation vieler Haushalte hat sich zuletzt spürbar verbessert. In Verbindung mit dem geringen Zinsniveau sind die Konsumenten eher geneigt zu konsumieren, als ihr Geld zu sparen.
„Vor allem die internationalen Krisen scheinen das Konsumklima derzeit etwas zu bremsen und es zeigen sich erste Anzeichen von Verunsicherung bei den Verbrauchern. Sollte es zu einer Verschärfung der Lage kommen, ist nicht auszuschließen, dass sich auch die bislang hervorragenden Rahmenbedingungen im Inland verschlechtern. In diesem Falle besteht die Gefahr, dass der private Konsum seine Rolle als wichtige Stütze der Konjunktur verlieren würde“, heißt es in der aktuellen Konsumklima-Studie.