Am 19. September 2024 erscheint die IFH-Studie „Konsumtrends auf dem Prüfstand“ über die Entwicklung des Konsumverhaltens. In einer Präsentation bei der IFH-Veranstaltung Faszination Handel 2024 verriet Studienautor Prof. Dr. Werner Reinartz erste Ergebnisse.
Waren die vergangenen vier Jahre aufgrund von multiplen Krisen noch von Verunsicherung und preisbewusstem, geplanten Kaufverhalten geprägt, führt der Rückgang der Inflation im Jahr 2024 (2023: 5,9%; Januar bis Juli 2024: 2,4%) zu einer messbaren Verbesserung der Konsumstimmung. So gaben 2023 56% bei einer Befragung der Studie an, dass die Preissteigerungen sie verunsichern würde. Bei der Befragung 2024 waren es nur noch 43%, die angeben, dass sie die Wirtschaftskrise verunsichert. 2024 stimmten 26% der Aussage zu, dass sich die wirtschaftliche Lage verbessert oder deutlich verbessert. Zwar sagen immer noch 34%, dass sie sich verschlechtert oder deutlich verschlechtert, doch im Vorjahr gaben noch nur 21% eine positive und 43% eine negative Antwort. 3% der Befragten weniger gaben dieses Jahr an, mehr auf Preise zu achten als in einem durchschnittlichen Jahr. 4% weniger gaben an, weniger spontan gekauft zu haben.
Das Ergebnis ist, dass mehr Kundinnen und Kunden bereit sind, spontan Einkäufe zu tätigen. Entsprechend ändert sich das Konsumverhalten von Bedarfskäufen zu Lustkäufen. Die Käuferschichten der Hedonisten und der Offenen machten 2023 mir 181 Mrd. Euro nur 34% der Ausgaben aus. Dieses Jahr sind es hochgerechnet 204 Mrd. Euro, 38% der Ausgaben.