Die Kundinnen haben dabei die Wahl zwischen 20 verschiedenen Grundmodellen, von Ballerinas, Pantoffel-Varianten und Pumps in verschiedenen Ausführungen bis hin zu Booties. Die Schuhe stehen in der ShoeVita Lounge in unterschiedlichen Ausführungen und allen verfügbaren Größen (derzeit 33 bis 45) zur Anprobe bereit. Darüber hinaus haben die interessierten Kundinnen die Wahl aus mehr als 70 Farben und diversen Lederqualitäten, sie können außerdem individuell entscheiden, wie Absätze und Sohlen gestaltet sind und ob sie Dekorationen wie Einfassungen oder auch Schleifen am Schuh anbringen wollen. Insgesamt stehen nach Aussage der beiden ShoeVita-Gründerinnen Gabriele Sosnizkij und Katherina Engelhard 4 Trillionen Möglichkeiten zur Auswahl.
Zusammengestellt wird der individuelle Schuh mit einem 3 D Schuh-Konfigurator, der in der Lounge vom anwesenden ShoeVita Fachpersonal bedient wird und der Kundin zum Schuh ihrer Wahl verhelfen soll. Nach dem Bestellvorgang wird das Modell bezahlt – die Preise liegen zwischen 149 Euro für Ballerinas und 269 Euro für Booties. Nach vier Wochen kann die Kundin ihre Schuhe in der ShoeVita Lounge abholen oder zu Hause in Empfang nehmen.
Fertigung in Polen, Schuhe aus 100% Leder
Die Idee zu ShoeVita sei quasi am Küchentisch entstanden, sagt Katherina Engelhard. Man habe nach eigener oft enttäuschender Shopping-Erfahrung ein neues Einkaufserlebnis bieten wollen. An den Start ging das im November 2012 gegründete Unternehmen der beiden Protagonistinnen im Mai 2014 zunächst mit einem eigenen Online-Shop. Es folgte später ein Showroom. Nun soll mit der Galeria Kaufhof-Kooperation der nächste große Schritt vollzogen werden.
Alle Schuhe sind nach Auskunft von Sosnizkij und Engelhard zu 100% handgefertigt. Die Produktion erfolgt in einer Manufaktur in Polen. Ober- und Futtermaterial sowie Hinter- und Vorderkappen sind aus Leder gefertigt; ergänzt wird die Schuh-Range um ein Angebot an Brautschuhen, für die ein Seiden-Gemisch als Obermaterial zur Verfügung steht und die auch mit einer persönlichen Inschrift versehen werden können.
Kaufhof-Kooperation: „Beispiel für Omnichannel“
100 bis 150 Paar Schuhe verkauft ShoeVita derzeit monatlich über den eigenen Online-Shop. Mit Hilfe der Galeria Kaufhof soll diese Zahl steigen. Für die kommenden sieben Monate ist ShoeVita in der Schuhabteilung des Frankfurter Hauses zu Gast. Zustande kam die Kooperation über eine Messepräsenz von ShoeVita im Januar diesen Jahres. Auf der Hochzeitsmesse ’Trau Dich‘ trafen Sosnizkij und Engelhard auf Judith Witte, Geschäftsführerin des Frankfurter Hauses. Man beschloss, ein gemeinsames Projekt zu starten. Für den ersten Geschäftsführer der Frankfurter Kaufhof Filiale, Frank Bertsch, ist das Projekt „ein schönes, praktisches Beispiel für Omnichannel“. Man könne nun gemeinsam lernen, vor allem auch aus der Kundenresonanz. Vorgaben für Shoe Vita etwa in Hinblick auf zu erreichende Paarzahlen gibt es nicht. „Wir wollen vor allem glückliche Kundinnen“, so Bertsch.
Sind diese erreicht, könnte das Projekt weitergeführt und auch in anderen Häusern umgesetzt werden. Auch aus Sicht der beiden ShoeVita-Chefinnen gibt es noch weitere Möglichkeiten. So soll das Modell-Portfolio weiter wachsen. Denkbar sind auch in einem nächsten Schritt konfigurierbare Herrenschuhe.
Weitere Informationen lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 36.