Karstadt hat im vergangenen Geschäftsjahr erstmals seit Jahren wieder operativ Geld verdient. Dennoch habe der Warenhaus-Konzern noch „einen weiten Weg zu gehen“, erklärte Karstadt-Arbeitsdirektor Miguel Müllenbach im Interview mit der Tageszeitung ’Die Welt‘. Ein weiterer Personalabbau sei jedoch nicht geplant.
20.04.2016
Helge Neumann
2 Minuten
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In den vergangenen Tagen hatten Meldungen über die bevorstehende Untervermietung von bis zu 30% der Verkaufsfläche zu Spekulationen über Stellenstreichungen geführt. „Wir haben in den letzten 18 Monaten intensiv an unserer Zielpersonalstruktur erfolgreich gearbeitet, daher gibt es keine Pläne für einen weiteren Personalabbau. Wenn wir jetzt durch die passenden Mieter zusätzlich Frequenz in unsere Warenhäuser bekommen, ist das doch zuallererst Mal eine Chance, auch selbst mehr Umsatz zu machen. Das sichert unser aller Jobs und Einkommen. Ich finde es absolut unverständlich, wenn leider vereinzelte Gewerkschaftsfunktionäre oder Betriebsräte diese Vorteile nicht sehen können oder wollen und einseitig auf Kosten aller Beschäftigten Stimmung machen“, erklärte Miguel Müllenbach gegenüber ’Die Welt‘.
Zu den geplanten Vermietungen sagte Müllenbach: „Unser wesentliches Ziel dabei ist, das Waren- und Dienstleistungsangebot für die Kunden zu ergänzen. Das geht nur mit Sortimenten, die wir selbst nicht haben bzw. nicht eigenständig zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können, Ein weiteres Ziel ist, durch interessante Mieter das Warenhaus als Standort insgesamt attraktiver zu machen.“ Er rechne für die kommenden Jahre im besten Fall mit einer Flächenumwidmung um die 10%. An welche externen Unternehmen Fläche vermietet werde, entscheide sich von Standort zu Standort. „Es gehört zu unserer Strategie, sehr stark auf die lokalen Rahmenbedingungen einzugehen. Das betrifft natürlich die Auswahl des Sortiments, aber auch die Frage, welche Waren und Dienstleistungen wir zusätzlich noch brauchen, die wir selbst nicht haben”, so der Karstadt-Manager. Das vollständige Interviewlesen Sie hier