Für acht bis zehn Standorte sollen nach dem Worten des neuen Karstadt-Chefs Dr. Stephan Fanderl “individuelle Lösungen” gefunden werden. Laut einer vom Magazin ‘Focus’ veröffentlichten internen Liste weisen 23 Häuser sehr schlechte Zahlen auf. Besonders problematisch ist die Situation beim Düsseldorfer Karstadt-Haus, das zuletzt aufwändig umgebaut worden war. Erwartet wird für das laufende Jahr hier ein Minus in Höhe von 5 Mio. Euro.
Auch Standorte in München, Frankfurt, Siegen, Bottrop, Celle und Dessau gehören zu den Problemfällen des Unternehmens. Laut Vorstand Stephan Fanderl soll für acht bis zehn Häuser versucht werden, mit Vermietern über einen früheren Ausstieg aus laufenden Mietverträgen zu verhandeln. Dem Vernehmen nach sollen speziell an diesen Standorten auch Personalkürzungen vorgenommen werden.
Unterdessen formiert sich auf Arbeitnehmerseite Widerstand gegen die Pläne des Vorstands. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ berichtete Peukes, Verdi-Vertreter im Karstadt-Aufsichtsrat, dass auf der letzten Sitzung des Gesamtbetriebsrats noch verkündet worden war, es werde nicht zu Filialschließungen kommen. Auch wirke sich der nun angekündigte Stellenabbau in hohem Maße demotivierend auf die Mitarbeiter aus.