Nach wie vor herrscht keine Klarheit dahingehend, wie viele der Karstadt-Häuser von einer Schließung bedroht sind. Hinsichtlich des Online-Anbebots sieht Miguel Müllenbach offenbar Wachstumspotenzial: Angestrebt werde ein Betreibermodell mit einem externen Partner, heißt es in der Wirtschaftswoche. Details wurden noch nicht genannt.
Verdi: Sanierungspläne „unzumutbar”
Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach ersten Gesprächen mit den Karstadt-Verantwortlichen mitteilte, seien vorgelegten Sanierungspläne für die Beschäftigten unzumutbar. Die Arbeitgeber hätten unter anderem einen weiteren Verzicht auf Tariferhöhungen in den kommenden Jahren gefordert. Die Pläne des neuen Eigners Benko konzentrierten sich „fast ausschließlich in weiteren Kosteneinsparungen“, kritisierte Verdi. Zudem sei das Weihnachts- und das Urlaubsgeld sowie die Tarifbindung auf den Prüfstand gestellt worden. Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes stellte unterdessen klar, dass die Tarifkommission auf einer Standort- und Beschäftigungssicherung sowie einer Rückkehr in die Tarifbindung bestehe. Kritisiert wurde von Verdi auch, dass „ein tragfähiges Zukunftskonzept, das klar macht, wohin die Reise bei Karstadt gehen soll“, immer noch fehle. Ein erster Erfolg sei aber, dass die Arbeitgeberseite die Auszahlung des Weihnachtsgeldes 2014 für die Beschäftigten der Karstadt-Warenhäuser, von Karstadt Sport und der KaDeWe-Group rechtsverbindlich zugesichert habe.