Nun sollen, wie bereits geplant, spezialisierte Serviceteams für die Warenversorgung gebildet werden, damit sich die Mitarbeiter im Verkauf auf die Beratung der Kunden konzentrieren können. Dabei setze Karstadt allerdings auf Freiwilligkeit und Fluktuation, heißt es seitens des Unternehmens. Änderungskündigungen und Abgruppierungen werde es nicht geben. Mit der getroffenen Vereinbarung soll es ermöglicht werden, wirtschaftlich vertretbar den Beratungs- und Serviceanspruch massiv ausbauen.
Zuletzt hatte es geheißen, dass Verkaufsmitarbeiter zu ’Regaleinräumern‘ degradiert würden. Die Gewerkschaft Verdi hatte befürchtet, dass die betroffenen Mitarbeiter einhergehend mit möglichen Änderungskündigungen Einbußen bei ihren Einkünften hinnehmen müssten.
Weniger Kündigungen
Durch sozialverträgliche Maßnahmen, die in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern im Vorfeld durchgeführt wurden, konnte nach Karstadt-Angaben die Zahl der noch zu entlassenden Mitarbeiter erheblich gesenkt werden. Die Rede ist in Medienberichten nun von rund 1.500 betroffenen Beschäftigten statt der bisher kommunizierten knapp 3.000. Für diese einigte sich Karstadt mit dem Gesamtbetriebsrat auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft, um die Mitarbeiter bestmöglich weiterzuqualifizieren.
Damit werde, so Karstadt, im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestaltet.
Ende vergangenen Jahres war die Schließung von sechs Filialen als wesentlicher Teil des Sanierungsprogramms ngekündigt worden. Betroffen sind zwei Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart, die ’K-Town‘-Filialen in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte in Paderborn und Frankfurt/Oder. Zudem sollen in den verbleibenden Filialen sowie in der Essener Zentrale zahlreiche Stellen abgebaut werden.