Benko selbst soll auf Anfrage geäußert haben, dass „noch keine endgültige Entscheidung gefallen“ sei; bestätigt haben soll er aber, „dass wir zu Hilfe gerufen wurden, um Berggruen als Gesellschafter abzulösen.“
Benko könnte dann gut 70% von Karstadt für einen symbolischen Euro übernehmen. Im Dezember 2012 hatte sein Unternehmen das Berliner KaDeWe und 16 weitere Karstadt-Immobilien für mehr als 1,1 Mrd. Euro gekauft. Wenig später übernahm er 75,1% der Anteile an der 28 Geschäfte umfassenden Kette Karstadt Sport und an der Karstadt-Premium-Gruppe, zu der neben dem KaDeWe auch das Münchner Warenhaus Oberpollinger und das Alsterhaus in Hamburg gehören.
Gegenüber dem österreichischen Wirtschaftsblatt hob René Benko seine Expertise im Warenhausgeschäft hervor: „Wir haben eine Reihe guter Manager mit Know-How im Handel geholt“, wird der Unternehmer zitiert. Man sei dabei, einen Ruf aufzubauen, dass man auch das Warenhausgeschäft „könne“.
Der Immobilienunternehmer war in dieser Woche von einem Gericht in Wien wegen eines Steuervergehens zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.