Ausschlaggebend für die Sortimentsstreichung sei nach Ansicht des neuen E-Commerce-Chef Klaus Haensch die Feststellung, dass Kinderspielzeug sich im Web nicht profitabel verkaufen lasse und Mode zu hohe Retourenquoten aufweise. Im Gegenzug wolle Karstadt nun verstärkt Artikel rund um die Haushaltsführung unter dem Oberbegriff ’Living‘ sowie Elektronikartikel online verkaufen. Auch Produktkategorien wie Gesundheitsgeräte sollen ausgebaut werden, da sie im Web besser beschrieben und gezeigt werden können als in stationären Geschäften.
„Wir verfolgen zwar kein klassisches Omnichannel-Konzept mehr, aber Warenhaus und Online-Shop haben natürlich denselben Absender: Karstadt“, habe der neue E-Commerce-Chef Klaus Haensch zu der Umstellung gesagt. Sein Vorgänger, Terry von Bibra hatte Anfang des Jahres auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen.
Laut ’Internet World‘ umfasst das aktuelle Online-Sortiment noch 140.000 Produkte. Noch in diesem Jahr sei ein Relaunch geplant, der ein deutlich verkleinertes Online-Sortiment zur Folge habe. Ferner berichtet das Magazin, dass Klaus Haensch auch sein Umsatzziel deutlich reduziert habe: Von ursprünglich 300 Mio. Euro Online-Umsatz geht er auf einen „mittleren zweistelligen Millionenbereich“ herunter. Die Mitarbeiterzahl wurde unterdessen mehr als halbiert – auf 43,5 Stellen. Das habe laut Haensch zur Kostenhalbierung und Effizienzerhöhung geführt.