Das Kartellamt erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass der Antrag am 15. August in Bonn eingegangen sei. Die Bearbeitung benötige mindestens eine Woche, wenn nicht sogar länger. Ohne Zustimmung der Behörde gilt die Übernahme des Warenhaus-Konzerns durch René Benkos Signa Holding als nicht vollzogen. Dr. Stephan Fanderl, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Karstadt Warenhaus GmbH sagt: „Wir werden die Sanierung der Karstadt Warenhaus GmbH zügig und entschlossen angehen. Aber wir können der Entscheidung der Kartellbehörde nicht vorgreifen. Deshalb kann ein neuer Sitzungstermin erst nach der Freigabe der Übernahme durch das Bundeskartellamt und der Neuwahl der Anteilseigner-Vertreter festgelegt werden.“
Auf der Sitzung des Aufsichtsrats sollen erste Pläne zur Zukunft von Karstadt vorgestellt werden. Auch Rückschlüsse, welche Standorte von einer Schließung bedroht sind, werden erwartet.
Die Immobilien-Zeitung kommt nach einer Analyse verschiedener existierender Marktstudien auf elf “akut gefährdete” Karstadt-Standorte, etwa Bayreuth, Mönchengladbach, Siegen und zwei Hamburger Häuser. Aus dem Umfeld von Karstadt und Benko heißt es laut Süddeutsche Zeitung jedoch, an erster Stelle stehe die Sanierung. Denn Schließungen würden teuer werden: Das Auszahlen langfristiger Mietverträge werde jeweils mit vielen Mio. Euro zu Buche schlagen. Dazu kommen Abfindungen für die Mitarbeiter.