Laut der Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Nuggets im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat, blenden Jugendliche beim Kauf von Kleidung negative Faktoren wie die Ausbeutung von Textilarbeitern oder einen hohen Chemikalieneinsatz aus. Zwar seien diese Probleme fast allen Jugendlichen bewusst, aber nur für gut 10% von ihnen seien Herstellungsbedingungen oder Textilsiegel ein Kauffaktor, ergab die repräsentative Untersuchung in der Altersgruppe der 12- bis 19-Jährigen. Vielmehr achten die Teenager vor allem auf Preis, Design und Marke.
Über 80% erwerben ihre Kleidung bei Fast-Fashion-Filialisten wie H&M und C&A. Etwas mehr als die Hälfte kauft online auf Websites von Modefilialisten und bei Onlineshops wie Zalando und Amazon. Obwohl sich die Jugend für grüne Mode interessiere und sich mehr Informationen zu den alternativen Labels wünsche, seien nachhaltige Modemarken bei den Teenagern weitgehend unbekannt, heißt es in der Studie. Während über 90% Marken wie Nike und Adidas geläufig sind, kennen nur 3 bis 6% grüne Labels wie ArmedAngels oder Recolution.
Zudem erschweren Vorurteile den nachhaltigen Kleiderkonsum: Etwa ein Drittel der befragten Teenager geht davon aus, sich grüne Mode nicht leisten zu können. Sie sei außerdem nicht cool genug, und es gäbe eine zu kleine Auswahl. Zudem sind Läden und Siegel für ökologisch hergestellte Kleidung auch zu unbekannt, um Konkurrenz für konventionelle Modehäuser zu sein.