Den Flächenumsatz beziffert das Immobilienunternehmen JLL mit 109.000 qm und konstatiert einen Rückgang um ein Drittel gegenüber Q4 2014. Insbesondere Großflächen ab 1.000 qm schlagen mangels Verfügbarkeit kaum zu Buche.
Dirk Wichner, bei JLL Head of Retail Leasing Germany: „Der etwas schwächere Auftakt ist aus unserer Sicht kein Indiz für den weiteren Jahresverlauf. Die internationalen Konzepte zeigen sich mit einem nochmals auf 63% gestiegenen Flächenanteil weiterhin stark. So haben etwa das französische Label American Vintage, der japanische Modeanbieter Edwin sowie das italienische Franchisekonzept Risamore erstmals Läden in Deutschland eröffnet. Weitere Anbieter wie das französische Jeanslabel Le Temps des Cerises oder Juicy Couture aus den USA werden in Kürze folgen. Wir sind deshalb für das Gesamtjahr weiterhin optimistisch. Auch in den letzten drei erfolgreichen Jahren gab es einige weniger umsatzstarke Quartale.“
Im ersten Halbjahr 2015 wird sich das Mietpreiswachstum in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2014 laut JLL etwas verlangsamen. In den bundesweit untersuchten 185 Städten wird der durchschnittliche Anstieg der Spitzenmiete bei 1,5% liegen. Die BIG 10-Städte erzielen gleichzeitig ein etwas stärkeres durchschnittliches Wachstum der Spitzenmiete um 2,6%. Berlin egalisiert erstmals die Grenze von 300 Euro/qm/Monat und zählt in dieser Hinsicht neben München (360) und Frankfurt (310) nun zur führenden Dreiergruppe. Düsseldorf (290), Hamburg (275), Köln (255) und Stuttgart (250) erzielen Werte ab 250 Euro/qm/Monat. Hannover liegt aktuell bei 200 Euro/qm/Monat, gefolgt von Nürnberg und Leipzig mit bis zu 160 bzw. 120 Euro/qm/Monat. In der zweiten Jahreshälfte 2015 erwartet JLL für Hamburg eine leichte Mietpreissteigerung um 5 Euro/qm/Monat. In den anderen Metropolen wird das Mietniveau stabil bleiben.