Eine Studie des Marktforschungsinstituts Verian im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch hat ergeben, dass 36% der Händler noch in diesem Jahr eine Restrukturierung anstoßen oder abschließen wollen. Von den Händlern, die eine Restrukturierung planen, ziehen 83% eine strategische Neuausrichtung in Betracht. 50% ziehen dabei gezielte Maßnahmen zum Arbeitsplatzabbau in Betracht, um die Kosten zu senken. In der Industrie denken hingegen nur 26% der Unternehmen über Jobstreichungen nach. 17% der Handelsunternehmen, die sich in einer Restrukturierung sehen, planen Filialschließungen.
Generell sehen sich die Händler in einer wirtschaftlich schlechten Situation. 48% der Befragten rechnen mit einer schlechteren Geschäftsentwicklung als im Vorjahr. Außerdem haben die Händler Angst davor, dass Insolvenzen zu einem Problem für die ganze Branche werden. 34% erwarten, dass es zu einer Insolvenzwelle kommen könnte. 24% sehen sich selbst existenziell bedroht, sollte es zu so einer kommen. „Insolvenzen können schnell zu einem Domino-Effekt führen: Kunden und Lieferanten brechen weg, Rabattschlachten nehmen zu, Finanzierer werden immer skeptischer und die Attraktivität von Innenstädten sinkt weiter“, erläutert Dorothée Fritsch, Managing Director und Handelsexpertin bei FTI-Andersch, der auf Restrukturierung, Business Transformation und Transaktionen spezialisierten Beratungseinheit von FTI Consulting in Deutschland.