Im Rahmen eines Kongresses am 28. November in Venedig beschäftigten sich Unternehmen der Branche mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des digitalen Zeitalters speziell für handwerklich geprägte Betriebe. Nach Aussage des Verbandes ist die italienische Schuhindustrie bei der immer schnelleren globalen Digitalisierung derzeit im Hintertreffen; man müsse ohne jede Verzögerung jetzt die richtigen Impulse setzen, um das Thema für sich nutzen zu können.
Als wichtige Maßnahme für dieses Ziel wurde das We Chat Italia-Assocalzaturifici-Projekt ins Leben gerufen. We Chat Italia wurde urprünglich initiiert, um italienischen Unternehmen verschiedener Branchen über Social Media Kanäle einen schnellen Zugang zum chinesischen Markt zu ermöglichen. 350 Mio. potenzielle Onlinekäufer in China werden laut Schuhverband über dieses Projekt erreicht. Gerade der chinesische Markt wird aus Sicht der italienischen Schuhindustrie als wichtig empfunden. Die Kooperation des Verbandes mit We Chat soll daher nun auch den Schuhhherstellern den Weg nach China ebnen, indem direkt mit den Verbrauchern ein Dialog ermöglicht werden kann. Gestärkt werden soll über We Chat die Wahrnehmung des Claims ’Made in Italy‘. Auch sollen die eigenen E-Commerce-Plattformen der italienischen Unternehmen über den Kanal promoted und so der direkte Zugang hergestellt werden.
Auf der kommenden Micam (14. – 17. Februar 2016) will Assocalzaturifici außerdem eine neue integrierte Plattform präsentieren. Auf dieser sollen künftig Verbandsaktivitäten, Modetrends, neue Entwicklungen in der Industrie sowie Serviceleistungen für Unternehmen kommuniziert und verknüpft werden. Ein Name für die Plattform wird nach Aussage von Assocalzaturifici-Präsidentin Annarita Pilotti noch gesucht. Ab dem 21. Dezember können Interessierte auf der Website des Verbandes Vorschläge einreichen. Eine interne Jury soll aus den besten Vorschlägen den Namen der Plattform ermitteln. Zu gewinnen gibt es laut Verband „ein Paar guter Schuhe“ im Wert von maximal 500 Euro.
Der Herstellerverband will seine Mitgliedsunternehmen weiter auf dem Weg hin zur Digitalisierung begleiten. Dabei sollen auch Seminare und Schulungen im Fokus stehen.