Das vierte Quartal habe die insgesamt negative Tendenz des Jahres bestätigt, erklärte Verbandspräsident Cleto Sagripanti. Die Nachfrage in einigen Exportmärkten sei deutlich zurückgegangen und habe auch im Heimatmarkt nachgelassen.
Der Export in die Länder der EU habe sich in Summe stabil weiterentwickelt, so Assocalzaturifici. Auf Vorjahresniveau blieben die Exporte nach Frankreich und Deutschland mit jeweils + 2,5% Exportmenge. Zugleich nahm das Liefervolumen in die Niederlande um 10,4% ab. Eine positive Entwicklung hingeben gab es mit +5,5% bei den Exporten nach Großbritannien. Auch Spaniens Nachfrage wächst nach Angaben des Verbandes. Die Exportmenge legte hier um 5,5% zu.
Deutlich negative Tendenzen gab es hingegen in osteuropäischen Märkten. Die Exporte in die GUS-Staaten nahmen um 17,5% volumenmäßig und 21,4% wertmäßig ab; allein in Russland war ein wertmäßiger Rückgang um 22,2% zu verzeichnen. Dieser sei bei einigen Herstellern – unter anderem aus der Region Marken – besonders stark zu Buche geschlagen, teilte Assocalzaturifici mit.
Zugleich entwickelten sich die Lieferungen in die USA mit +12% wertmäßig positiv, auch im Mittleren Osten und in Fernost – mit Ausnahme von Japan – waren Steigerungen zu verzeichnen.
Die Exportsituation sei sehr besorgniserregend, insbesondere weil bestimmte Länder, traditionelle Kunden wie Russland, die Ukraine und Japan erhebliche Einbußen brachten. Diese seien nur schwer durch andere Märkte aufzufangen, erklärte Cleto Sagripanti. Es gelte nun für die Hersteller, sich auf eine weitere Krise vorzubereiten.