Nach vorläufigen Angaben stellten die italienischen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 191,2 Mio. Paar Schuhe her. Der Wert der Schuhe sank leicht um 0,7%. Gründe für den Rückgang sind laut Assocalzaturifici die Kaufzurückhaltung in Italien und Europa, die wirtschaftlichen Turbulenzen in China und Japan sowie vor allem der Zusammenbruch der Märkte in Russland und den GUS-Staaten. Nach Angaben des italienischen Statistikamtes ISTAT sind die Exporte in den ersten zehn Monaten des Jahres 2015 in der Menge um 5,2% zurückgegangen. Wertmäßig wurde jedoch ein Anstieg um 1,5% verzeichnet. Der Durchschnittspreis stieg um 7,1% auf 40,79 Euro pro Paar.
Die Exporte in die EU-Staaten gingen um 5,3% im Volumen und 1,2% im Wert zurück. Deutlich unterschiedlich entwickelten sich dabei die beiden wichtigsten Exportmärkte der italienischen Schuhhersteller: Frankreich und Deutschland. Während in Frankreich ein deutliches Minus in der Menge von 10,7% und im Wert von 4,4% registriert wurde, stiegen die Ausfuhren nach Deutschland mengenmäßig um 4,8% an. Dabei blieb der Wert der Schuhe mit +0,9% nahezu unverändert. Positiv entwickelten sich zudem die Märkte Schweiz, Naher Osten und USA. Dagegen stürzten die Exporte in die GUS-Staaten regelrecht ab. Für Russland wurde ein Rückgang im Volumen um 32% verzeichnet, für die Ukraine ein Minus in Höhe von 44,6% und für Kasachstan ein Rückgang um 23,6%.