Hierzu verglichen die Heilbronner in einem deutschlandweiten Ranking sieben Onlineshops im Sportfachhandel miteinander – hinsichtlich ihrer Serviceleistungen, der Verknüpfung zum Offline-Handel sowie der Dichte der angeschlossenen stationären Sportfachgeschäften.
Ein Onlineshop allein kann gemäß den Ergebnissen der Untersuchung den Einkauf vor Ort insbesondere aufgrund der fehlenden Beratung nicht komplett ersetzen. So verlasse beispielsweise der Nutzer den Onlineshop wieder, wenn seine Unsicherheit bezüglich Farbe oder Größe eines Sportartikels zu groß ist. Er gehe dann häufig in ein stationäres Geschäft, um sich professionell beraten zu lassen und das Produkt anzuprobieren. “Um den Nutzer an dieser Stelle als Kunden zu behalten, müssen wir ihn nicht nur zu unseren Händlern leiten, sondern auch dafür sorgen, dass deren Geschäfte in seiner unmittelbaren Nähe sind”, erklärt Intersport-Marketingchef Harold Rubrech.
Die Untersuchung habe gezeigt, dass bei der Entfernung zum Händler die Verbundgruppe Intersport mit ihren rund 1.500 Fachgeschäften vorne liegt, schlussfolgert man in Heilbronn. Kunden müssten in Deutschland im Durchschnitt nur rund neun Kilometer zurücklegen, um das nächstgelegene Intersport-Geschäft zu erreichen. Bei Mitbewerbern wie Karstadt Sports oder Galeria Kaufhof seien über 30 km zu bewältigen, bei Sport Scheck sowie Decathlon über 81 und bei Globettrotter über 96 Kilometer. Ein ähnliches Bild zeige sich bei der Dichte des Einzelhandelsnetzes. Laut Intersport kommen in Deutschland lediglich rund 53.000 Einwohner auf eine Intersport-Verkaufsfläche, während es bei Karstadt Sports über 66.000, bei Decathlon über 4,4 Millionen und bei Globetrotter mehr als sechs Millionen sind.