„Die Fußball-WM in Brasilien war nicht nur in sportlicher Hinsicht absolut weltmeisterlich. Weniger erfreulich schlug sich dagegen der Winter. Bedingt durch die milden Temperaturen haben die klassischen Wintersportsegmente zum Teil deutlich verloren“, erklärte der Intersport-Vorstandsvorsitzende Kim Roether anlässlich der Ispo in München. Immerhin sei der Dezember im letzten Monatsdrittel noch ins Plus gedreht.
Mit 2% Plus im Kalenderjahr habe die Intersport bei einem Gesamtumsatz von 2,85 Mrd. Euro ihre Position auf dem deutschen Markt halten können, heißt es weiter aus Heilbronn. Im Bereich Teamsport konnte die Verbundgruppe aufgrund der Fußball-WM einen positiven Sondereffekt erzielen: Durch Verkäufe von Trikots, Fan- und Vereinsartikeln erreichte der Monat Juni ein Umsatzplus von 12% im Vergleich zum Vorjahr. Für einen Wermutstropfen sorgte der Bereich Wintersport mit Rückgängen von 19% in 2014.
Österreich mit ausgeglichenem Ergebnis
Die Intersport-Händler in Österreich melden gemeinsam mit den Märkten in der Slowakei, Tschechien und Ungarn gleichbleibende Umsätze für 2014. Mit einem Jahresumsatz von annähernd einer halben Milliarde Euro sei das Ergebnis aus dem Vorjahr erreicht worden.
Investitionen am Standort Heilbronn
Die Verbundgruppe will an den Standorten in Heilbronn und Wels in die Zukunft investieren. Pläne für eine bauliche Vergrößerung in Heilbronn lägen vor. Ein Investitionsvolumen von rund 50 Mio. Euro soll zur Erweiterung der Logistik sowie für eine zusätzliche Messehalle inklusive ganzjähriger Showrooms eingesetzt werden. Intersport-Mitglieder sollen dadurch künftig von besseren Lieferprozessen und das Veranstaltungscenter Redblue werde als Messezentrum weiter aufgewertet, heißt es seitens der Verbundgruppe. Neben dem bestehenden Lagergebäude soll ein Hochregallager mit einer Fläche von 7.250 qm errichtet werden. Das Redblue soll um eine weitere Messehalle, mehrere Showrooms sowie ein Foyer mit insgesamt 7.500 qm auf drei Ebenen erweitert werden. Gleichzeitig soll ein unternehmenseigenes Parkhaus entstehen. Der Start der Baumaßnahmen könnte noch in diesem Jahr erfolgen.
Kim Roether erklärt: „Wir reagieren mit dieser großen Investition auf die gestiegenen Anforderungen an unser Dienstleistungsangebot. Wichtig ist, dass wir auch in Zukunft termingerecht an unsere Mitglieder ausliefern können, in Vor- und Nachorder. Zusätzlich ermöglichen wir unseren Partnern auf Seiten der Industrie damit beste Bedingungen für ein erfolgreiches Geschäft mit uns.“