Die Heilbronner Verbundgruppe Intersport stellte auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen ihre neuesten Ergebnisse der ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahr vor. Demnach hat die Intersport Deutschland in diesem Berichtszeitraum ein Umsatzplus von zwei Prozent erreichen können. Dazu beigetragen habe nach Angaben von Vorstandschef Kim Roether vor allem das starke Wintergeschäft.
„Unsere Händler haben den Schwung des Winters sehr gut genutzt. Das gibt uns Rückenwind für die anstehenden Aufgaben im Hinblick auf unsere strategischen Ziele. Wenn wir dieses positive Zwischenergebnis Ende 2017 bestätigen, sind wir zufrieden“, sagt Kim Roether auf der Pressekonferenz zur Outdoor-Messe in Friedrichshafen. Der ausbleibende Sondereffekt der Fußballeuropameisterschaft falle bislang kaum ins Gewicht. Für wichtige Umsatzimpulse hat neben dem Segment Wintersport (plus 14%) unter anderem der erneut starke Bereich Outdoor gesorgt (pari zum Vorjahr).
Zweistelliges Wachstum bei Intersport Austria
Die Intersport Austria hat in den ersten Monaten des Jahres 2017 ein Umsatzplus von 16% eingefahren. Damit wächst Intersport in Österreich im Vergleich zum Wettbewerb am schnellsten. Die erfolgreiche Expansionsstrategie und das ’Best in Town‘-Konzept für beste Auswahl, beste Beratung und besten Service zahle sich voll aus, so Geschäftsführer Mathias Boenke.
Intersport ist inzwischen an 285 Standorten in Österreich vertreten und beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter. Die Gesamtverkaufsfläche beträgt 160.000 Quadratmeter.
Ebenfalls erfreulich haben sich 2017 laut Intersport die verbundenen Ostmärkte entwickelt. Bis Ende Mai verzeichnet die Verbundgruppe in der Slowakei ein Plus von elf Prozent, in Tschechien von fünf und in Ungarn von dreizehn Prozent. In Polen liegt die deutsche Beteiligungsquote nach einer externen Kapitalerhöhung jetzt bei 15%. Durch die Stärkung der Kapitalbasis stellt sich die börsennotierte polnische Intersport dem zunehmenden Wettbewerb. Der polnische Markt wird seit März direkt von der Intersport International Corporation lizensiert.
Umsetzung der Strategie 2020
Auf dem Weg ins Jahr 2020 will die Sportverbundgruppe Intersport das Tempo hoch halten. Drei zentrale strategische Projekte stehen dabei aktuell im Fokus: die Eröffnung neuer Konzeptstores in Berlin, der Start der kooperativen Händlerplattform und der Ausbau der Logistikservices am Standort Heilbronn. Hier investiert Intersport insgesamt 40 Mio. Euro. Seit März rollen die Bagger für den Neubau eines modernen Hochregallagers. Geplante Fertigstellung ist Ende 2018.
Ebenfalls seit März präsentiert sich die Intersport-Webseite in neuem Look mit aufgeräumter Optik, voll mobilfähig und Platz für zusätzliche Inhalte.
Im dritten Quartal 2017 werden jetzt sukzessive Händler mit ihrem Angebot auf die Plattform geschaltet. Ziel sei es, bis Ende 2018 eine relevante Größe von mehr als 200 Mitgliedern an Bord zu haben.
Im Oktober öffnen sich in Berlin die Türen zu einer neuen Intersport-Welt. Mit der Neuausrichtung will der Verbund seinen Kunden ein durchgängiges Einkaufserlebnis ermöglichen, den Markenkern stärken und seinen Händlern mehr Profil bei gleichzeitiger Arbeitserleichterung geben, heißt es aus Friedrichshafen. Künftig soll es zwei wiedererkennbare Formate geben: eine regional vom Unternehmertum geprägte ’rote Welt‘ und eine systemorientierte, schnell multiplizierbare ’blaue Welt‘. Die ersten drei Konzeptstores der ’blauen Welt‘ werden im Einkaufszentrum Alexa, in den Hallen am Borsigturm in Tegel und im Stern-Center in Potsdam umgesetzt.