Anlässlich der internationalen Sportartikelmesse Ispo in München stellten die Vorstände Klaus Jost und Kim Roether die Geschäftsentwicklung des Intersport-Verbundes für 2013 vor. „2013 war sicher kein einfaches Jahr, aber wir haben uns hervorragend geschlagen. Ohne große Sportereignisse, mit einem von Wetterkapriolen geprägten ersten Halbjahr und einem deutlich zu milden Dezember sind die notwendigen Kaufimpulse im Handel ausgeblieben", fasst Klaus Jost zusammen. Insbesondere das schleppende Weihnachtsgeschäft habe wertvolle Punkte im Jahresendspurt gekostet. Positiv entwickelten sich dagegen die Segmente Running (+12%), Fitness (+3%), Bade/Beach (+3%) und Outdoor (+1%) mit Zuwächsen von 1 bis 12%.
Die bewirtschaftete Verkaufsfläche im Intersport-Verbund schaffte im Jahr 2013 den Sprung über die Schwelle von einer Million Quadratmeter. „Mit unternehmerischem Mut und Weitblick haben unsere Händler ein Wachstum von rund 20.000 Quadratmetern realisiert. Dabei zahlt sich aus, dass wir in Heilbronn bereits frühzeitig auf ein professionelles Team zur Standortanalyse gesetzt haben", erklärt Kim Roether. Mit 87 Um- und Neubauten habe die Intersport 2013 insgesamt 70.000 Quadratmeter bewegt, was sich in einem absoluten Umsatzwachstum von rund 30 Mio. Euro niederschlägt. Aktuell hat der Verbund in Deutschland damit 1.492 Verkaufsstellen, die von 981 Mitgliedern geführt werden.
Seit September 2013 ist der Zusammenschluss von Intersport Deutschland und Intersport Österreich vertraglich fixiert. Unter dem Dach der neuen Sportfachhandels-Allianz soll ein Wirtschaftsraum von insgesamt sechs Ländern im Zentrum Europas mit über 150 Mio. Konsumenten bespielt werden. Eingeschlossen sind die von Österreich lizenzierten Märkte in Ungarn, Tschechien und der Slowakei sowie die deutsche Lizenzierung für Polen. Gemeinsam hat der zentraleuropäische Verbund im abgelaufenen Jahr laut Intersport ein Volumen von 3,34 Mrd. Euro Umsatz realisiert, 481 Mio. davon in Österreich inkl. Lizenzmärkte.
Seit März 2013 tritt die Intersport mit einem eigenen Online-Shop auch als Multi-Channel-Händler auf. "Ziel war die vollständige Vernetzung aller Shopping-Kanäle der Intersport. Das ist uns gelungen. Technisch laufen die Prozesse vom ersten Tag an stabil", erläutert Kim Roether. Nach zehn Monaten würden durchschnittlich 34% aller Bestellungen direkt zum Händler geliefert, die Händlerreservierung werde von 13% der Kunden genutzt und die Retourenquote nach Sendungen liege bei 36%, davon werden 18% der Retouren beim Händler abgegeben."Die Auswertungen zeigen, dass unsere Multi-Channel-Bausteine funktionieren. Über die Hälfte aller Kaufvorgänge führen heute schon zu einem Drive to Retail-Impuls. Damit bringen wir Online-Kunde und stationären Händler erfolgreich zusammen", fasst Klaus Jost zusammen. Gleichzeitig räumen die Vorstände ein, dass beim erzielten Umsatz für das Segment E-Commerce in der reinen Ergebnisbetrachtung noch Steigerungspotenzial bestehe. Aus diesem Grund werde verstärkt an der Weiterentwicklung des Online-Shops gearbeitet. Geplant sind unter anderem Verbesserungen in der Benutzerführung sowie an der Darstellung der Händlerseiten.
Für die zukünftige Ausrichtung des Multi-Channel-Handels bei der Intersport zeichnet nach einer Übergangszeit der neue Geschäftsführer Stephan Lemm verantwortlich. Lemm folgt auf Jan-Thomas Metge, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen wird.
Noch im laufenden Kalenderjahr will der Intersport-Verbund seine Warenwirtschaftslösung Intersys 5.0 neu aufsetzen. Zunächst startet ein Pilotprojekt mit Intersport Voswinkel. Innerhalb der neuen Warenwirtschafts-Umgebung sollen dann u.a. auch Mitglieder aus Österreich und der Schuhverbundgruppe SABU integriert werden können.