Drei Viertel der Deutschen geben zu, Ware im Geschäft auszuprobieren und dann später online via Desktop-Rechner oder Tablett zu bestellen. Ein Viertel der jüngeren Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren geht sogar so weit, sich im Geschäft zu informieren und dann direkt mobil via Smartphone im Internet zu bestellen. Ein schlechtes Gewissen haben die Kunden dabei nicht. lediglich 8% der so genannten „Showroomer“ empfinden bei diesem Verhalten Scham gegenüber dem lokalen Handel, heißt es in der Studie.
Showrooming nennen Experten dieses Kundenverhalten – sich im Laden vor Ort informieren, aber dann online kaufen. Die Marktexperten von IntelliAd Media gehen davon aus, dass diese Form des mobilen Shoppings direkt in den Innenstädten stattfindet. Angesichts der wachsenden Smartphone-Verbreitung werde Mobile Shopping die Zukunft des Handels – sowohl stationär als auch online – maßgeblich beeinflussen.
Bedrohung und Chance für den Handel zugleich
„Verbraucher nutzen die Geschäfte zunehmend als Showroom, um Produkte anzuschauen, auszuprobieren und auf ihre Qualität zu testen. Im Anschluss daran suchen sie online nach dem niedrigsten Preis. Der Handel muss darauf jetzt reagieren – dann bieten sich sogar Chancen zur Abverkaufssteigerung und Kundenbindung: Über neue Technologien wie Beacons können Shopbesucher direkt und individuell mit Gutscheinen oder Informationen auf ihrem Smartphone angesprochen werden. Außerdem ermöglichen sie eine Verzahnung des Online-Shops mit dem stationären Geschäft“, kommentiert Mischa Rürup, COO von IntelliAd Media, die Umfrageergebnisse.
Frauen haben ein schlechteres Gewissen, Männer kaufen mehr online
Die Studienergebnisse haben ergeben, dass 78% der Männer ein Produkt später online kaufen, über das sie sich im Geschäft vorher informiert haben. bei den Frauen sind es hingegen nur 72%. Trotzdem haben mehr Frauen (35%) ein schlechtes Gewissen als Männer (31%).
Jüngere kaufen mehr online, Ältere haben ein schlechteres Gewissen dabei
88% der 18- bis 24-Jährigen haben schon einmal ein Produkt online gekauft, nachdem sie sich darüber im Geschäft informiert haben, aber nur 66% der über 55-Jährigen. 40% der über 50-Jährigen haben laut IntelliAd Media Studie beim Showrooming ein schlechtes Gewissen, aber nur 25% der 18- bis 24-Jährigen.
Konsumenten logen überwiegend ihrem Gewissen
Von den Menschen, die kein schlechtes Gewissen haben nach einem Ladenbesuch online zu kaufen, haben 92% dies tatsächlich schon getan. Unter denjenigen, die es mit ihrem Gewissen nur schwer vereinbaren können, waren es dagegen nur 40%.
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