„Das Falschgeldaufkommen bleibt in Deutschland trotz des Anstiegs auf einem niedrigen Niveau. Gleichwohl gilt es, die gemeinsamen Anstrengungen der Polizei und des Eurosystems im Kampf gegen Falschgeld weiter zu verstärken, sagte Carl-Ludwig Thiele, im Vorstand der Bundesbank für Bargeld zuständig.
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Falschgeldkriminalität mit einem Anteil von fast 90% noch stärker auf Banknoten der Stückelungen 20 und 50 Euro konzentriert. „Mit dem neuen 20-Euro-Schein der Europa-Serie ersetzen wir am 25. November 2015 die erste Stückelung, die besonders stark im Fokus der Fälscher steht. Die neue Europa-Serie weist einen deutlich verbesserten Fälschungsschutz auf“, so Thiele weiter.
Anzahl falscher Münzen geht zurück
Im ersten Halbjahr 2015 wurden knapp 14.500 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im zweiten Halbjahr 2014 lag das Aufkommen noch bei 26.000 falschen Münzen. Damit entfielen in Deutschland rund vier falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.
Gesamtzahl weiterhin sehr gering
Weltweit entdeckten Experten in der ersten Jahreshälfte 454.000 Blüten, wie die Europäische Zentralbank (EZB) berichtet. Seit der Einführung des Euro ist das der zweithöchste Wert. Entgegen der Entwicklung in Deutschland sank das Falschgeldaufkommen aber um 10,5% im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2014. Gemsessen an der steigenden Zahl echter Banknoten im Umlauf ist der Anteil der Fälschungen der EZB zufolge nach wie vor sehr gering.