Reinhard Sander ist stolz. Mit spürbarer Begeisterung führt er den Gast durch sein frisch modernisiertes Haus im Zentrum von Hannover. Zeigt, berührt, erklärt. Nicht überheblich, sondern vielmehr glücklich über das Erreichte und überzeugt vom eigenen Weg. Auf vier Ebenen bietet Horstmann + Sander Schuhe, Taschen und Accessoires in einem außergewöhnlichen Ambiente. ’Klasse statt Masse‘ lautet das Credo des Geschäftsführers. Künftig will er noch stärker als in der Vergangenheit auf ein hochwertiges, selektives Sortiment in Kombination mit einem Einkaufserlebnis setzen, das alle Sinne anspricht. Nur so, ist Reinhard Sander überzeugt, könne der stationäre Handel auch in Zukunft erfolgreich sein.
Regalböden, Rückwände, Bodenbeläge, Warenpräsenter – in den vergangenen Monaten wurde bei Horstmann + Sander vom Basement bis zum 2. Obergeschoss geschraubt, gebohrt und gehämmert. Unter Federführung von Geschäftsführer Reinhard Sander wurden Warenwelten neu zusammengestellt, Ideen entwickelt und umgesetzt. Besonders deutlich ist das Facelifting im 2. Obergeschoss ausgefallen. Die Businesstaschen mussten dem Herrenschuh-Sortiment weichen und wurden eine Etage tiefer in die Taschen- und Reisegepäck-Abteilung integriert. „Für unser Haus, das auf eine über 130-jährige Tradition im Lederwarenhandel zurückblickt, war das eine harte Entscheidung“, so Reinhard Sander. Aber sie war unausweichlich. Zuvor waren die Herrenschuhe gemeinsam mit den Luxus-Accessoires und den Damenschuhen im Basement untergebracht. Da sich gerade diese beiden Segmente in den letzten Jahren besonders erfolgreich entwickelt haben, sollte mehr Platz her. „In den letzten Saisons wirkte die Fläche überfüllt, der Ausbau des Sortiments ging zu Lasten der Präsentation.“
Abhilfe brachte der Umzug der Herrenschuhe, die nun eigenständig auf 200 qm Verkaufsfläche präsentiert werden. „Wir haben unterschiedliche, authentische Erlebniswelten für die verschiedenen Zielgruppen geschaffen, die sich in ein harmonisches Gesamtbild fügen“, erläutert der Geschäftsführer das Konzept, das in Eigenregie entwickelt und gemeinsam mit dem Ladenbauunternehmen Hoffmann realisiert wurde. So ist der Bereich für die Young Fashion geprägt durch einen Ledersessel und geschwungene Holzregale, während die angrenzende Designabteilung durch eine kühlere Farbgebung und metallbeschichtete Regale besticht. Im Kontrast zu der modernen Kühle steht die britisch-inspirierte Maßschuh-abteilung, die klassisches London-Feeling versprüht. Das Modern Classic-Segment wiederum bildet auch im Ladenbau – Holz trifft auf Metall – einen Brückenschlag zwischen Tradition und Modernität. Teppiche, Tische und Sitzmöbel aus geflochtenem Leder runden das stimmige Bild ab.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 43/2014