Im dritten Quartal, das am 31. August endete, erzielte H&M Umsatzerlöse in Höhe von 4,85 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang um 16% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings konnte das Unternehmen aus Schweden zwischen Juni und August wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Gewinn nach Steuern lag bei 173 Mio. Euro. „Obwohl die Herausforderungen bei Weitem noch nicht vorbei sind, dürfte das Schlimmste hinter uns liegen“, erklärte Helena Helmersson, CEO von H&M. Die Erholung gehe schneller voran als erwartet. Für den September meldete der Modehändler einen Rückgang der Umsätze um nur noch 5%. Dennoch kündigte H&M für 2021 umfangreiche Standortschließungen an. So sollen im kommenden Jahr rund 250 Geschäfte schließen.
H&M muss 35 Mio. Euro Strafe zahlen
Am 1. Oktober teilte H&M zudem mit, dass die Datenschutzbehörde Hamburg ein Bußgeld in Höhe von 35 Mio. Euro gegen den Vertikalen verhängt hat. Hintergrund sind Vorgänge in einem Servicecenter in Nürnberg. Dort hatten Führungskräfte Notizen zu hunderten von Gesprächen mit Mitarbeitern angefertigt, in denen unter anderem auch private Details wie religiöse Bekenntnisse, familiäre Probleme oder Arztdiagnosen gespeichtert wurden. Prof. Dr. Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: „Der vorliegende Fall dokumentiert eine schwere Missachtung des Beschäftigtendatenschutzes am H&M-Standort Nürnberg. Das verhängte Bußgeld ist dementsprechend in seiner Höhe angemessen und geeignet, Unternehmen von Verletzungen der Privatsphäre ihrer Beschäftigten abzuschrecken.“