Am Standort München haben der Handelsverband Bayern und die BBE Handelsberatung die Bedeutung und Anziehungskraft von Marken für den Handel untersucht. Dabei wurde die größte Strahlkraft im Bereich der Textil-/Warenkaufhäusern und im Elektronikhandel gemessen. Dahinter liegend folgen Bekleidung, Bücher, Outdoor und Schuhe. „Ausschlaggebend für die hohen Werte dieser Branchen ist die Größe der Kaufhäuser und das umfangreiche Produktangebot. Gerade die Warenhäuser haben in München noch eine echte Magnetfunktion“, sagt Dr. Angelus Bernreuther, Leiter Standortforschung der BBE Handelsberatung.
Im direkten Markenvergleich hat laut Studie Galeria Kaufhof den höchsten Wert erreicht, gefolgt von Saturn und Oberpollinger. Niedrigere Besucherzahlen weisen vor allem Marken mit einer kleinen Zielgruppe, wie etwa Marken aus der parfümerie- oder Optikbranche, sowie Marken im gehobenen Preissegment auf.
Strahlkraft der Marken standortunabhängig
Dass die Strahlkraft von Marken, gemessen an der Besucherfrequenz standortunabhängig ist, hat der Vergleich zwischen München und Oldenburg gezeigt. In Oldenburg konnte den Studienergebnissen zufolge eine ähnliche Rangfolge der Strahlkraft der Marken gemessen werden wie in München. „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die marktrelevanten Akteure künftig viel stärker als in der Vergangenheit die Strahlkraft der Marken bei ihren Strategien berücksichtigen müssen“, so der HBE-Präsident Ernst Läuger. Die Strahlkraft von Marken sei oft entscheidend dafür, ob Konzepte und Geschäftslagen Erfolg haben oder nicht. Und Bernreuther ergänzt: „Jeder Kunde, jeder Tourist erwartet ein bestimmtes Angebot an hochwertigen Marken. Das können Handel, Kommunen und auch Immobilieneigentümer nicht ignorieren. Denn der Erfolg einer 1a-Geschäftslage setzt nicht zuletzt auch ein attraktives Angebot von Marken voraus. Marken sind ein Must-Have!“