Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in einer Umfrage unter 1.500 Verbrauchern in Deutschland festgestellt hat, wollen die Verbraucher am meisten für Geldgeschenke oder Gutscheine ausgeben – im Schnitt 45 Euro; das sind 29% mehr als die 35 Euro im Vorjahr. Genauso stark sollen die Ausgaben für Kleidung steigen – um ebenfalls 29% von 24 auf 31 Euro je Person. Besonders stark werden laut Umfrage wohl die Ausgaben für Bücher und E-Books zulegen: von 21 auf 29 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 38%. Gegen den Trend leicht rückläufig sind hingegen die Budgets für Süßigkeiten und Lebensmittelgeschenke, für die die Deutschen in diesem Jahr 14 Euro einplanen (2014: 16 Euro), und für Schmuck, für die nur noch 13 Euro budgetiert werden (2014: 14 Euro).Hochgerechnet summieren sich die geplanten Geschenkausgaben deutschlandweit in diesem Jahr auf 14,6 Mrd. Euro.Im vergangenen Jahr hatte eine regelrechte Flut schlechter Nachrichten – von den Kriegen im Irak und in Syrien über die Ukrainekrise bis hin zum Ebola-Ausbruch in Afrika – die Kauflaune vor Weihnachten vorübergehend stark getrübt. In diesem Jahr gewinnt wieder der Optimismus die Oberhand. Auch die Flüchtlingskrise kann offenbar die Kauflaune nicht mindern“, sagt Thomas Harms, Leiter des Bereichs Retail & Consumer Products bei EY.
Onlinehändler und Kaufhäuser profitieren besonders
Die Gewinner des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts sind die Kaufhäuser und Onlinehändler. Durchschnittlich 55 Euro wollen die Verbraucher beim Shoppen im Internet ausgeben – das sind 15 Euro bzw. 38% mehr als im Vorjahr. In Kaufhäusern und Einkaufszentren wollen die Deutschen in diesem Jahr sogar 91 Euro ausgeben, im Vorjahr waren es nur 65 Euro.Aus den Umfrageergbnissen geht ferner hervor, dass die große Mehrheit der Bundesbürger nach wie vor lieber in den Innenstädten bummelt, als sich durch das Internet zu klicken. 75% der Befragten kaufen ihre Weihnachtsgeschenke lieber im stationären Einzelhandel – nur elf Prozent bevorzugen den Einkauf per Mausklick. Die Anteile dürften sich allerdings in den kommenden Jahren immer mehr angleichen: Von den unter 35-Jährigen geben immerhin 24% an, lieber online shoppen zu gehen; in der Gruppe der 35- bis 45-Jährigen liegt der Anteil immerhin noch bei 19%.