Der BVDW-Studie zufolge sei eine verzerrte Selbstwahrnehmung einer der Gründe für das besorgniserregende Abschneiden der Unternehmen aus dem Handel. 71% der größten Mittelständler ziehen die digitale Strategie in ihr operatives Geschäft mit ein. Bei den kleineren Unternehmen sind es 57%. Doch trotz der guten Absicht folgen nach Einschätzung der Experten oft keine Taten, so dass die digitale Strategie an der Umsetzung scheitert.
Darüber hinaus hat die Studie festgestellt, dass nicht alle Händler in der Digitalisierung eine wirtschaftliche Chance erkennen. Immerhin 73% der großen mittelständischen Unternehmen sind der Ansicht, dass durch die Digitalisierung neue Wertschöpfungsquellen erschlossen werden können. 50% der Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern haben eine gegenteilige Sichtweise.
Das könnte dem Handel teuer zu stehen kommen. „Unternehmen, die sich der Digitalisierung verweigern, werden es schon in wenigen Jahren schwer haben, das Geschäft aufrecht zu halten“, warnt Oliver Bohl vom BVDW. Denn die Digitalisierung ist unaufhaltbar – ob man möchte oder nicht. „Wir müssen die Realität annehmen – und zu dieser gehört der digitale Fortschritt.“